Motivationstrainer begeistert Realschüler für sich selbst
Heiß aufs Lernen

Gespannte Aufmerksamkeit sieht anders aus. Vielmehr lümmeln die Teenager in der ersten Reihe und quatschen miteinander, als Motivationstrainer Christian Bischoff in der Turnhalle vor die Realschüler tritt. 80 Minuten hat der ehemalige Basketball-Profi und einst jüngste Chef-Trainer der Basketball-Bundesliga, um die knapp 700 Acht-, Neunt- und Zehntklässler samt ihrer Lehrer zu inspirieren. Es scheint nicht leicht zu werden.

Doch dann schnellen die Hände nur so nach oben: als Bischoff wissen will, wer meint, dass er "kacke" aussieht mit dem roten Stirnband, auf dem "Folge deinem Herzen" steht. Damit scheint der Zwei-Meter-Mann gerechnet zu haben. Alles läuft nach Plan. Schon sitzen die Schüler gerade - und gucken auf die Wasserpfütze auf dem Hallenboden. Oder üben sich in Bewegungsspielen, um die Konzentration zu fördern. Schultern werden obendrein geklopft sowie Schüler, Lehrer und Schulleiter umarmt.

Am Ende geht alles ratzfatz: Plötzlich nimmt sich die Mehrzahl der knapp 700 Zuhörer ganz fest vor, ab sofort mehr für die Schule zu tun. Nur noch kurz lassen sie sich ablenken und stehen Schlange. Schlange, um den Typen zu umarmen, der vor 80 Minuten noch so "kacke" aussah und nun irgendwie so anziehend wirkt. Das Stirnband trägt Christian Bischoff da übrigens immer noch.

Was sich aber genau geändert hat und wie Bischoff diese Schüler und 500 weitere zwei Stunden davor derart motivierten konnte, lesen Sie in der Mittwochausgabe.
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