Motiviert in den Pflegeberuf

28 junge Menschen begannen eine Ausbildung zum Altenpfleger. Bilder: hfz (2)

"Sie brauchen es sich nicht mehr zu überlegen. Denn Sie haben beschlossen, zu pflegen." Zum Schulstart begrüßte Iris Engelbrecht-Schärl, Leiterin der BRK-Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe, auf diese Weise die Schüler. Und hatte gute Nachrichten für sie.

28 Schüler traten die Ausbildung zum Altenpfleger an, 20 weitere lassen sich zu Pflegefachhelfern ausbilden. Die Ausbildungsbereitschaft der Pflegeeinrichtungen in der Region ist nach wie vor sehr hoch. Dies sei auch wichtig, um den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gesundheitswesen zu erfüllen, erklärt die Schule. Da allgemein im Gesundheitsbereich ein Rückgang an Bewerbern zu verzeichnen ist, seien die verschiedenen Ausbildungseinrichtungen und die Schule gleichermaßen hocherfreut, dass sie dennoch eine große Anzahl an Lehrlingen gewinnen konnten.

Die BRK-Berufsfachschule für Altenpflege, die unter der Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz) steht, hatte im Oktober 2014 mit dem Zukunftscoach der Stadt Weiden, Roswitha Ruidisch, eine Projektwoche gestartet. Motto: "Überlegst Du noch - oder pflegst Du schon?". Ziel war es, junge Menschen und auch Berufsrückkehrer für den Pflegeberuf zu interessieren. Offensichtlich ist das gelungen.

Die Berufsfachschule für Altenpflege hat mehr als 45 Jahre Ausbildungserfahrung. Seit der Gründung 1969 absolvierten insgesamt 1222 Schüler erfolgreich ihre Ausbildung, momentan lernen 110 Schüler.

"Die Schüler, die zu uns an die Schule kommen, sehen nicht nur den allerorts genannten gesellschaftlichen Auftrag zur Pflege unserer pflegebedürftigen Menschen", so die Leiterin. "Unsere Schüler sind sich einig, dass dies ein sinnstiftender Beruf ist." Sie selbst können interessante Menschen kennenlernen und im Team arbeiten. Und sie können das Leben von Pflegebedürftigen so gestalten, dass diese die Unterstützung als positiven neuen Lebensabschnitt verstehen. Es sei bereichernd, mit den Senioren auf deren Leben zurückblicken. Dabei erfahre man, wie diese gelebt und in schwierigen Situationen Auswege gefunden sowie Schicksalsschläge gemeistert haben. Das gebe den jungen Menschen Mut für ihr eigenes Leben.

Zukunftssicher

Bei all dem dürfe man nicht übersehen, dass dieser Beruf mit körperlicher Arbeit, Schichtdienst und hohen Anforderungen an die Beziehungsfähigkeit und psychische Stabilität einhergeht. "Altenpflege ist ein Beruf, der ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit voraussetzt", sagte Engelbrecht-Schärl. Dafür biete er durchaus auch viele Vorteile: Berufszufriedenheit, Zukunftssicherheit und vielfältige Aufstiegschancen.
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