Muglhofer Ortsteilsprecher Reinhard Greiner stellt sich der Wiederwahl - "Manchmal hilft nur ...
"Wir im Weidener Osten halten zusammen"

Ortsteilsprecher Reinhard Greiner.
Er ist weder Bürgermeister noch Stadtrat. Dennoch vertritt Reinhard Greiner die Interessen von rund 450 Bürgern "aus dem Weidener Osten". Und er stellt sich in der nächsten Woche zur Wiederwahl - als Muglhofer Ortsteilsprecher.

Dieses Amt - es ist in Weiden einmalig - hat historischen Ursprung. Es gründet noch in der Eingemeindung 1974. Es lag lange in der Hand von Hans Balk. Er gab diese Funktion an CSU-Stadtrat und Postkeller-Wirt Josef Fritsch ab, der aus dem Weidener Osten stammte. Nach dessen Tod blieb das Amt aber verwaist, bis sich die Muglhofer und Matzlesriether wieder - aus der Not heraus - daran erinnerten: Mit den Windpark-Plänen drohten gravierende Einschnitte in die Lebensqualität. Und der damals neu gewählte Oberbürgermeister setzte die Forderungen nach einem Ortsteilsprecher bereitwillig um.

"Wir haben gelernt, wir müssen uns auf die Hinterbeine stellen, wenn wir etwas erreichen oder verhindern wollen", sagt Greiner, der zugleich das gute Verhältnis zur Stadt und Stadtverwaltung unterstreicht. "Wo es möglich ist, wird uns geholfen. Und es ist immer gut, am Puls der Zeit zu sein." Manchmal bedauert Greiner allerdings, dass er als Ortsteilsprecher nur Rede- und kein Stimmrecht im Rathaus hat.

Noch wichtiger ist ihm jedoch die Erfahrung, dass er auf die Mitbürger "an der Schnittstelle zwischen Stadt und Land" zählen könne: "Wir halten zusammen. Und das ist Gold wert", betont der 40-jährige Tontechniker und Vater zweier Töchter, der in der Max-Reger-Halle arbeitet und "einen ganz kurzen Weg ins Rathaus" hat.

Und dort versucht er immer zu sein, wenn es um Belange aus der ehemaligen Gemeinde Muglhof geht, gleich ob in Stadtratssitzung, im Bau- oder Hauptverwaltungsausschuss. Entscheidend sei, dass sich die Menschen draußen gegenseitig unterstützen. "Paradebeispiele sind unser Kinderspielplatz und das Dorffest. Stadt, Bauhof, Feuerwehr, Theaterverein und die Nachbarn. Alle helfen mit. Wenn wir die Leute brauchen, sind sie da. Man kümmert sich und das ist wirklich stark." Nur so können sie zum Beispiel die Beförderung der sechs Matzlesriether Kinder zu den weiterführenden Schulen sichern. Der Bus fährt nicht hinunter nach Matzlesrieth. Also kutschieren im Winter die Eltern die Schüler nach Muglhof zum Linienbus. "Das müsste noch richtig gelöst werden."
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