Musikfreunde feiern zünftig

Die Waldgaststätte "Strehl" platzte wieder fast aus den Nähten. Weit über 100 Besucher waren zum Festabend der Nordoberpfälzer Musikfreunde gekommen. "Wer die Jugend hat, hat die Zukunft", stellte Vorsitzender Horst Fuchs fest. Zwar wurden zum Jubiläum langjährige Musiker geehrt. Aber auch der Nachwuchs griff in Tasten und Saiten.

(hcz) Der Verein feierte 25-jähriges Bestehen. Neben Ehrungen und dem Rückblick feierten die Musikfreunde natürlich mit Musik und Tanz ihr Jubliäum. Als "Verein für die ganze Familie" sei die Gemeinschaft vor 25 Jahren gegründet worden. Förderung junger Musiker, Pflege des böhmisch-oberpfälzischen Musikguts und Veranstaltung von Musikabenden habe man sich damals auf die Fahnen geschrieben. Alle Musikliebhaber seien angesprochen. Motto: a bisserl bayrisch, böhmisch, slowenisch und modern.

Karl-Heinz Deisinger, Gründungs- und Ehrenmitglied, musikalisches Urgestein und stets humorvoller Moderator der Musikantentreffen, bekam für seine außerordentlichen Leistungen für den Verein eine Auszeichnung in Form eines Pokals. Deisinger berichtete von der Gründung am 28. Dezember 1989 durch den legendären "Fuchs-Paul", Paul Weitensteiner, und einige Gleichgesinnte im Gasthaus Zahner in Ullersricht. In der Folge besuchten die Musikanten Wirtshäuser in der ganzen Region. Bereits in den ersten zehn Jahren des Bestehens sei es gelungen, 20 000 Mark für die Förderung des Nachwuchses zur Verfügung zu stellen. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte sei die Würdigung der Arbeit mit der "Medaille für vorbildliche Heimatpflege" durch den Landtagspräsidenten gewesen. Nach einigen turbulenten Jahren, in denen "ein Oberkrainer fast einen Wurm hineingebracht" hätte, sei im letzten Jahr mit der "ersten Weidener Rauhnacht" ein Neustart hingelegt worden.

Deisinger lobte das jetzige Vorstands-Team mit Fuchs und Anita Holub an der Spitze, und auch Wirtin Thea Strehl, die jedes Musikantentreffen unterstützt. Bürgermeister und Bezirkstags-Vizepräsident Lothar Höher überbrachte als Schirmherr die Grüße der Stadt. Als OTV-Geschäftsführer berichtete Höher von begeisterten Reaktionen der Zuschauer: "So eine Musik gibt es sonst nirgends", sei ihm geschrieben worden. Er rief auf, die "Klänge unserer Heimat weiter offensiv zu pflegen". Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl dankte für die Mitwirkung bei Veranstaltungen von Mitgliedsvereinen, am 19. September wieder beim "Tag der Heimat". Hans Zielbauer, der Vorsitzende der "Weidener Comödiens" überreichte, wie Höher und Magerl, eine finanzielle Zuwendungen für die Jugend des Vereins.
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