Musiklehrer auf Honorarbasis
Hintergrund

Starke Mauern: "Tohuwabohu", das "Haus für Kinder", steht wieder auf einem soliden Fundament. Ein Trägerwechsel ist ebenso abgehakt wie der Ersatz der Frischküche durch ein Catering-Unternehmen. Bild: Hartl
Weiden. (wd) Da ist Musik drin. Überaus kritisch hat die Stadtverwaltung die Sparvorschläge des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes hinterfragt. Vieles ist in Sachen Musikschule bereits erledigt. Dabei ist eines sicher: Die Schule muss kräftig sparen, ihr Defizit deutlich verringern. Das heißt: Gebühren rauf, das Angebot ausbauen, die Auslastung verbessern. Lag des Jahresdefizit 2013 noch bei 661 177 und 2014 bei voraussichtlich 622 000 Euro, soll eine mittel- bis langfristige Defizitverringerung um 25 bis 50 Prozent erreicht werden. Die 2014 eingeleiteten Maßnahmen sollen bis 2016 das Defizit um 105 000 Euro senken.

Im Finanzausschuss brachen die Stadträte mit einem Tabu: Künftig werden Musiklehrer auf Honorarbasis angestellt. Allerdings mit der Einschränkung, dass keine Schein-Selbstständigen-Verhältnisse entstehen dürfen. Dies bedeutet, dass sie nicht nur bei der Musikschule in Weiden ihr Geld verdienen. In der Diskussion sprach sich Reinhold Wildenauer (Bürgerliste) als Erster für die Honorar-Variante aus.

Nicht konkret genug war für Josef Gebhardt (SPD) das Personalabbaukonzept, das mit den Renteneintritten der Jahre 2021 bis 2026 über 190 000 Euro spart. "Dieser Vorschlag befriedigt mich nicht", betonte Gebhardt. Zur Vorsicht riet Dagmar Nachtigall (CSU): "Wir können die Lehrer nicht auf die Straße setzen." Karl Bärnklau (Grüne) brachte eine erneute Überprüfung der Zahlen im Jahr 2016 ins Gespräch.
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