Nachschub für den Arbeitsmarkt

Ein Spitzenwert: 131 neue Bachelors der Studiengänge Betriebswirtschaft sowie Handels-und Dienstleistungsmanagement erhielten ihre Urkunde. Weil die meisten zur Feierstunde auch ihre Angehörigen mitbrachten, reichten die Sitzplätze im Hörsaalgebäude nicht mehr für alle.

(sbü) Der Dekan der betriebswirtschaftlichen Fakultät der OTH Amberg-Weiden, Professor Dr. Wolfgang Renninger, rechnete nach: "Ihr Bachelor-Studium umfasste 6300 Stunden Vorlesungszeit. Das haben Sie jetzt hinter sich." In seiner Rede zur feierlichen Verabschiedung der Studenten sprach Professor Renninnger auch von den vielen "zusätzlichen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt". Schmunzelnd zitierte er einen Kollegen, der gesagt habe; "Die machen jetzt unsere Rente sicherer."

Renninger kürzte angesichts der vielen zu übergebenden Bachelor-Urkunden seine Rede und überließ dem Studentenvertreter Pascal Amon das Wort. In sehr unterhaltsamer Weise blickte dieser auf die nunmehr abgeschlossene Studienzeit in Weiden zurück.

Familiäre Atmosphäre

So erinnerte Amon an die vielen Nächte von Prüfungsvorbereitungen, die viele "nur dank Energiedrinks und viel Kaffee überstanden haben". Der Wechsel von der Schule zur Hochschule sei schwierig, und das Grundstudium sei zur Bewährungsprobe geworden. "30 Prozent der Erstsemester schaffen diese Herausforderung nicht", berichtete Amon.

Gelernt hätten er und seine Studienkollegen nicht nur Fachwissen, sondern vor allem "wichtige Kompetenzbausteine wie Prozesse, Verfahren, Eigeninitiative und Lösungsorientierung". Ganz besonders lobte der Studentensprecher den Hochschulort Weiden und dabei insbesondere die familiäre Atmosphäre. "Anders als an anderen Hochschulstandorten kriegst du hier von einem Dozenten innerhalb von 24 Stunden Antwort auf ein Mail".

Lob erhielten auch die Praxisorientierung des Studiums und die Möglichkeit, "eng mit den vielen Betrieben der Umgebung zusammen arbeiten zu können". Sich selbst und seinen Kolleginnen und Kollegen empfahl Amon auch "weiter wissbegierig zu bleiben".

Aus Kundensicht

Bei der Übergabe der 131 Bachelor-Urkunden wurden jeweils auch die Themen der Bachelorarbeiten vorgetragen. Es hörte sich fast an wie ein Lexikon aktueller Problemstellungen aus der einheimischen Wirtschaft. "Vergleich der Anbieter im Lebensmittelhandel aus Kundensicht" war ein Beispiel oder auch die "Balance-Score-Card" im Controlling-System. Besonders interessant für den Standort Weiden dürfte auch das Thema sein, "Steigerung der Attraktivität von Sportveranstaltungen und Live-Marketing am Beispiel der Spielvereinigung Weiden".

Die Jahrgangsbesten

Als Jahrgangsbeste wurden Birgit Anzer, Michael Gleinig und Nadine Götz im Fach Betriebswirtschaft geehrt. Für den Abschluss im Handels- und Dienstleistungsmanagement waren dies Marina Käs, Christoph Röckelein und Alexander Voit.

Florian Christl am Klavier rundete mit eigenen Kompositionen zusammen mit Paul Herrneder und Katrin Klose (jeweils Geige) sowie Daniel und Julia Galperin (Cello) die Feierstunde musikalisch ab.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.