Nächster großer Schritt für Witt

Stephan Merck (links), Geschäftsführer im Geschäftsbereich Finanzen und Logistik bei Witt Weiden, nimmt von Peter Dalhaus, Regionalleiter der Deutsche Anlagen Lesaing GmbH, den Schlüssel für das neue Warenverteilzentrum III in Empfang. Bild: Götz

"Frauen 50 plus": Die Witt-Gruppe hat ihre Zielgruppe klar definiert. Der Erfolg ist ungebrochen. Am Freitag wurde das 41 Millionen Euro teure Warenverteilzentrum III (WVZ) in Weiden eröffnet. Und es könnte weiter expandiert werden.

Insgesamt 100 Millionen Euro hat die Witt-Gruppe seit 2008 in ihr neues Logistik-Zentrum am Brandweiher investiert. Seit Januar 2015 ist das WRZ III bereits in Betrieb. Für die feierliche Eröffnung habe man aber lieber einen wettersichereren Termin gewählt, meinte Wolfgang Jess, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung, schmunzelnd - und bekam bei hochsommerlichen Temperaturen recht.

Mit der Übernahme durch die Otto-Gruppe im Jahr 1987 habe man ein glückliches Händchen bewiesen, meinte Jess. Ebenso wie mit der Strategie, "Frauen 50 plus" als Zielgruppe ins Auge zu fassen. Jess: "Die heutige ältere Generation konsumiert länger." Rund 726 Millionen Euro setzte das Unternehmen im vergangenem Geschäftsjahr mit seinen 2800 Beschäftigten um. Ein leichtes Plus. Bessere Zahlen machten die Krise in Russland und der Ukraine zunichte, sagte Jess im Gespräch mit unserer Zeitung: "Das spielt uns nicht in die Karten." Die Turbulenzen um Griechenland hätten dagegen für Witt keine Auswirkungen. Mit der Fertigstellung von WVZ III sei man "langfristig gut aufgestellt", meinte Jess. Wobei damit nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein muss. Laut Jess sind für das Unternehmen am Brandweiher weitere Expansionsflächen vorhanden. Das WVZ III mit seinen knapp 450 000 Kartonstellplätzen dient dem Versandhändler als reines Reservelager für Ware, die bisher auf sechs bis sieben Standorte in Weiden verteilt war.

In höchsten Tönen lobte Regierungspräsident Axel Bartelt das Unternehmen. Witt habe sich "vom Sorgenkind der 80er Jahre zu einer Perle im Versandhandel entwickelt". Das WVZ III sei im Gegensatz zu seinen beiden Vorgänger-Bauabschnitten ohne jede staatliche Förderung entstanden.

Neustadts Landrat Andreas Meier (CSU) versprach, weitere Entwicklungsschritte "positiv zu begleiten". Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (SPD) hob das "Alleinstellungsmerkmal" von Weiden in Bayern hervor: Von den 26000 Arbeitsplätzen in der Stadt seien die meisten von Frauen besetzt. "Dafür ist Witt maßgeblich verantwortlich."
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