"Netzwerk Asyl": Zahlreiche Freiwillige melden sich - Sechs Gruppen gebildet - Weitere Helfer ...
Überwältigt von Mitmenschlichkeit

Veit Wagner. Archivbild: Hartl
Erwartet hatten die Organisatoren 50 Interessenten, gekommen sind schließlich etwa doppelt so viele. "Wir sind überwältigt", sagt denn auch Veit Wagner vom Arbeitskreis (AK) Asyl nach dem Treffen des "Netzwerks Asyl/Netzwerk Mitmenschlichkeit" (wir berichteten). Im Pfarrheim St. Josef sollten Menschen zusammenkommen, die bereit sind, etwas zu tun für die Flüchtlinge in Weiden. Ihre Hilfsangebote wollen die Initiatoren vom AK, der Diakonie und der katholischen Kirche mit Hilfe des Netzwerks nun bündeln und koordinieren.

Und Angebote kamen viele, so wie es ohnehin bereits großen Einsatz für Flüchtlinge in der Stadt gibt: Laut Wagner erschienen ja nicht nur Menschen, die sich sowieso schon engagieren. Sondern auch viele Neue, die sich einbringen wollen. Rund 100 hörten einem ersten Erfahrungsaustausch zu, am Ende blieben noch knapp 70, die sich in Listen eintrugen, weil sie auch künftig helfen wollen.

Bei der Veranstaltung bildeten sich sechs Gruppen, die verschiedene Themenbereiche abdecken. So will sich eine um Patenschaften und individuelle Betreuung, etwa für Familien und Kinder, kümmern. Eine weitere plant Feste, Begegnungen oder andere Veranstaltungen. Eine dritte Gruppe hat sich vor allem den Kontakt zu jüngeren Flüchtlingen auf die Fahnen geschrieben, eine vierte das Sammeln und Verwalten von Sachspenden. Weitere Helfer wollen Deutsch-Unterricht organisieren und dafür auch Räume suchen und Arbeitsmaterial bereitstellen. Die sechste Gruppe schließlich hat sich die Begleitung etwa bei Arztbesuchen und Behördengängen zur Aufgabe gemacht.

Die Gruppen wollen sich in den kommenden Tagen und Wochen einzeln treffen, um Näheres zu besprechen. Nachmeldungen sind freilich noch möglich (Kontakt bei Veit Wagner, Telefon 0961/447 45, E-Mail Veit.Wagner@t-online.de). Ohnehin hat das Netzwerk im Nachgang zum Treffen noch weitere Hilfsangebote bekommen: Sie reichten von möglichen Kleiderspenden über Tanzkurse für Kinder und Sport bis zu Gesprächen für Traumatisierte.

Der Einsatz der Menschen ist also ungebrochen - gut für's Netzwerk, das noch in ein paar weiteren Bereichen Bedarf sieht. Zum Beispiel sucht es jemanden, der Flüchtlingen beim Kochen und beim Arbeiten in der Küche allgemein mit Tipps und Hilfe zur Seite steht. Oder Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen, die sich auch in der Liste potenzieller Dolmetscher aufnehmen lassen, in die das Netzwerk bereits erste Namen eintragen konnte. Ein Folgetreffen des gesamten Netzwerks ist auch schon geplant: am Mittwoch, 25. Februar, ab 20 Uhr im Pfarrheim St. Josef.
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