Neu: Miteinander-Preis

Menschen mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen, arbeiten, wohnen und ihre Freizeit gestalten. Besonders ermutigende Beispiele hierfür will Sozialministerin Emilia Müller sichtbar machen und auszeichnen. In Weiden und Grafenwöhr ist man schon leicht nervös.

In diesem Jahr wird erstmals der Bayerische Miteinander-Preis verliehen. Sozialministerin Emilia Müller hat ihn ins Leben gerufen, um mit besonders gelungenen Inklusionsprojekten möglichst viele Menschen zum Nachdenken und zum Nachmachen anzuregen.

28 Nominierte

Aus über 270 Bewerbungen hat eine achtköpfige Jury unter dem Vorsitz der Ministerin 28 Projekte als Nominierte für die Endrunde der Preisverleihung ausgewählt, jeweils vier aus jedem Regierungsbezirk. Diesen ersten Sprung hat in der Oberpfalz auch die inklusive berufliche Bildung am beruflichen Bildungszentrum Weiden geschafft. Hier wird über eine Kooperation zwischen dem staatlichen Berufsschulzentrum Weiden und der Förderberufsschule St. Michaels-Werk Grafenwöhr Jugendlichen mit Förderbedarf der Zugang zum Ausbildungsmarkt erleichtert. Durch gezielte und individuelle Förderung wird den Jugendlichen der Einstieg in duale Ausbildungsberufe wie Zimmerer, Schreiner und Friseure ermöglicht.

Die Preisträger des Miteinander-Preises erhalten ihre Auszeichnungen am 20. Oktober in München, im Hubertussaal des Schlosses Nymphenburg. Die sieben Inklusionsprojekte werden mit jeweils 2000 Euro prämiert.

Erwartung übertroffen

"Wir wollen Barrieren in den Köpfen abbauen und ein positives Signal setzen." Mit diesen Worten hatte Emilia Müller den Startschuss für die Kampagne "Zukunft Inklusion Bayern" gegeben. Die Resonanz mit über 270 Bewerbungen hat ihre Erwartung bei Weitem übertroffen. Auch die Bandbreite der Projekte und die unterschiedlichen Lebensbereiche, in denen bereits Inklusion gelebt wird, bezeichnete die Ministerin als enorm: Arbeit, Wohnen, Bildung, Sport, Kultur, Ehrenamt. Die Vielfalt der Lösungsansätze und das Engagement der Beteiligten bezeichnete Emilia Müller als beeindruckend. Sie hofft sehr, dass die Preisträger und die weiteren Beispiele Vorbild für andere sind und viele Nachahmer finden.
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