Neue Impulse für das Dorf

Richard Gaßner (Vierter von rechts) übergab die Spende der SPD-Kreistagsfraktion an Silvia Meiler. Bilder: hfz

"Wir sind eine kleine, aber feine Wehr", so stellte die Vorsitzende der Feuerwehr Garsdorf, Silvia Meiler, ihre Truppe der Kreistagsfraktion der SPD bei einer Stippvisite vor. Der ganze Stolz sei das eigene Gerätehaus.

Im öffentlichen Teil der Sitzung im Gerätehaus ging es zunächst um den Feuerschutz, als kommunale Aufgabe. Wie es darum in einem kleinen Ort wie Garsdorf bestellt ist, wollte man sich laut Pressemitteilung erkundigen. Silvia Meiler berichtete stolz vom Bau des Gerätehauses, zum größten Teil in Eigenleistung vom Verein errichtet und von der Gemeinde Ursensollen gefördert.

Viele Autobahneinsätze

Das rote Gebäude steht nun seit 2008 in der Dorfmitte als gelungener Zweckbau. 127 Mitglieder zählt der Verein, aber nur sechs sind unter 18 Jahre alt. Gerade junge Leute zu motivieren, sei schwierig, berichtete Meiler, da es im Kernbereich der Wehr nur wenige Einsätze gebe. Der Verein gestalte aber das Dorfleben mit und stärke so den Zusammenhalt: Feuerwehrball, Bockbierfest, Johannisfeuer Weinfest und Winterkirwa richte jedes Jahr die FFW aus. Norbert Schmidt, 2. Bürgermeister, und Michael Rischke, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und Kreisrat, berichteten über die Entwicklung der Gemeinde, die durch die Autobahn für viele Firmen große Attraktivität gewonnen habe. Auch auf das kulturelle Angebot im Kubus sei man stolz. Schmidt betonte, er finde es nicht richtig, dass der Staat alle Wehren gleich unterstütze. Jene, die wie die Ursensollener viele Einsätze auf der Autobahn wegen Gefahrguttransporten haben, bräuchten mehr finanzielle Unterstützung. Rischke sagte, ein besonderes Anliegen seines Ortsvereins sei seit Jahren ein Radweg von Ursensollen ins Lauterachtal nach Hohenburg.

Nur halbe Kraft

Im zweiten Teil stellte Alexander Ströhl seinen Beitrag zur Energiewende und nachhaltigem Wirtschaften vor. Der gelernte Energieelektroniker mit Meisterbrief hat ein Blockheizkraftwerk auf seinem Hof gebaut, das mit Rapsöl betrieben wird. Der bei der Verarbeitung von Raps zu Öl verbleibende "Rapskuchen" diene als Futtermittel für landwirtschaftliche Betriebe. Das Blockheizkraftwerk laufe gegenwärtig nur mit halber Kraft. Die gewonnene Wärme werde für Heizung und Warmwasser im eigenen Haus verwandt, der erzeugte Strom an Eon verkauft. Ob sich ein Fernwärmenetz in Garsdorf rentiere, werde zur Zeit untersucht. Versammlungsleiter Richard Gaßner bedankte sich für die Informationen und überreichte Silvia Meiler für die Jugendarbeit der FFW Garsdorf 100 Euro.
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