Neue Pläne für Neubauten an Mooslohstraße - Architektenstreit bei Ortsbesichtigung in ...
Große Wünsche auf schmalem Handtuch

Schön ist anders, sagen die Stadträte. Schon einen Tag nach der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses begannen die Bauherren mit dem Rückbau ihres überdimensionalen Gartenzauns, den sie ohne Genehmigung rund um ihr Grundstück in der Berliner Straße errichtet hatten. Bild: Steinbacher
In einem Aufwasch wollte der Bauausschuss bei seinen Ortsbesichtigungen zwei Problemfälle lösen. Er scheiterte jedoch in beiden Fällen. In der Mooslohstraße liebäugelt eine Investorin mit einem überraschend großen Grundstück, das sich dann aber als langes schmales Handtuch entpuppt.

Stadtplaner Friedrich Zeiß, Bürgermeister Jens Meyer und die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses machten deutlich, dass die Bebauung nicht wie gewünscht erfolgen kann. So war etwa vorgesehen, eine der Garagen direkt an den Bürgersteig zu setzen. Mit ihrem Architekten nahm die Kaufinteressierte noch vor Ort ihren Antrag auf Vorbescheid zurück. Sie verzichtet damit auf einen Bescheid und spart sich die Gebühren. Möglichst schnell wird nun ein Antrag für eine geänderte Bebauung eingereicht, für die die Zustimmung signalisiert wurde.

Ungewohnt persönlich wurde es bei der zweiten Ortsbesichtigung in der Hohenstaufenstraße. Bürgermeister Jens Meyer musste mehrmals eingreifen, weil sich der Planer des Bauherrn sowie ein benachbarter Architekt angingen. Die Bauexperten unterstellten sich gegenseitig, mit unkorrekten Angaben zu argumentieren. Die Nachbarn erregen sich vor allem darüber, dass der Investor einen 31 Meter langen "Gebäuderiegel" plant, der sich über mehrere Baufelder spannt.

Die Situation verschärfte sich auch dadurch, dass es dem planenden Architekten nicht gelungen war, seine geänderten Unterlagen im Bauamt vorzustellen. Bürgermeister Meyer machte deutlich, dass die derzeit vorliegenden Entwürfe nicht mit den Vorgaben des Bebauungsplanes vereinbar seien. Werde auf einen Bescheid bestanden, könne dies nur die Ablehnung sein. Daraufhin verzichtete der Architekt im Namen seines Bauherrn auf eine Entscheidung.
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