Neue Stimmen sollen erklingen

Stimmgewaltig wirken einige Mitglieder bis zu 40 Jahre im Weidener Kammerchor mit. Dafür erhielten sie nun eine Auszeichnung. Diese präsentierten die Geehrten dem Fotografen gern vor dem Alten Rathaus. Bild: Kunz

An neuen Ideen mangelt es dem Weidener Kammerchor für 2015 nicht. Das ein oder andere neue Mitglied aber fehlt noch. Ein dauerhaftes Engagement wird gar belohnt.

Der Weidener Kammerchor will in diesem Jahr ein Konzeptkonzert mit Orchester und Gastsolisten geben. Chorleiter Peter Pollinger schwebt dabei eine Rock-Klassik-Mix aus Pink Floyd - er denkt dabei an die Musik vom Album "Atom Heart Mother" - und Werken von Igor Fjodorowitsch Strawinski vor. Oder eventuell das Musical "Les Miserables".

Er könnte sich aber auch eine Chorfassung mit Songs der Gruppe "Queen" vorstellen. Für den Ausnahmesänger Freddy Mercury würde sich Markus Engelstaedter anbieten. "Montserrat Caballes gibt's genügend." Auf alle Fälle sollte dieses Konzert an einem außergewöhnlichen Ort mit entsprechender Beleuchtung stattfinden. Vielleicht in einer alten Werks- oder Industriehalle, irgendwo im Landkreis.

Ferner will Pollinger den Chor verjüngen und sucht neue Mitglieder vor allem unter den Sopranistinnen. "Jung ist jeder, der jünger ist als wir." Jedem Neumitglied, das dem Chor erhalten bleibe, wolle er eine gute Flasche Wein spendieren. Die Kombination von Laienchor und professionellen Akteuren mache den Weidener Kammerchor seit Jahren aus, erklärte Vorsitzender Gerhard Huber.

Huber appellierte an alle Chormitglieder, besonders an die Tenöre, die Proben - auch bei Studium oder beruflicher Beanspruchung - zu besuchen. Nur durch Teilnahme sei eine Konzertplanung möglich. Ohne Konzertplanung keine Einnahmen, ohne Einnahmen keine Konzertplanung. "Ihr seid unbezahlbar!"

Aktuell sei es aufgrund der finanziellen Lage ohnehin schwierig für den Chor. Eine Anpassung der Eintrittspreise sei nicht möglich. Man müsste 45 Euro verlangen, um die Defizite auszugleichen. "Wir müssen in Zukunft stärker auf uns selber setzen. Vielleicht gibt es dann derartige Konzerte nicht mehr so regelmäßig."

Hubers Dank galt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der Sparkasse Oberpfalz Nord und der Maria-Seltmann-Stiftung. Er erinnerte an das Benefizkonzert im Januar 2014 in der Pfarrkirche Auferstehung Christi in Pirk, an das Opernprojekt im Juli in der Bushalle der Fima Wies, an die Weihnachtskonzerte in Runding und St. Josef. Weitere Termine waren das Sommerfest auf dem Eixelberg, die interne Geburtstagsfeier des Chorleiters und die adventliche Feier im Hotelgasthof Riebel.

"Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Er braucht auch was, was die Stimmung aufhellt", sagte Grünen-Stadträtin Gisela Helgath. Wolfgang Göldner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadtmitte, bezeichnete den Weidener Kammerchor als ein "Glanzlicht des Weidener Kulturlebens." Für 40 Jahre Mitwirkung in den Chören wurden Maria Hartwich, Josef Neubauer, Rosemarie Seifert und Lioba Steghöfer geehrt. Für 25 Jahre Friedrun Glatigny, Petra Henrich-Weigl, Barbara Huber, Ferdinand Meier, Viktoria Pietsch und Alexander Stahl. Für zehn Jahre Ina Chmelnizki und Peter Schröpf.
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