Neue Vorsitzende des Kunstvereins einstimmig gewählt - Gedenken an Vorgänger Gerhard Bihler
Irene Fritz steht für Öffnung nach außen

Weiden. (uz) Irene Fritz ist neue Vorsitzende des Oberpfälzer Kunstvereins (OKV). Die Augsburgerin, die seit 18 Jahren in der Oberpfalz lebt und wirkt, wurde von den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im "Alten Eichamt" einmütig gewählt. Sie übernahm das Amt des im Januar verstorbenen Gerhard Bihler, der den Verein seit 2000 geführt hatte.

Die neue Chefin überzeugte die Mitglieder mit ihrem Schwerpunkt, der kulturellen Bildung und die bildende Kunst in all ihren Facetten. "Das liegt mir am Herzen", sagte das Vorstandsmitglied des Landesverbandes junger Kunstschulen. Die 46-jährige Mutter zweier Kinder steht für die Öffnung nach außen. Dies unterstreiche sie seit Jahren mit ihrer Kulturwerkstatt Kalmreuth und seit kurzem auch hier in Weiden, wo sie Hinterm Wall den "Kunstbau" betreibt. So musste sie auch unmittelbar nach ihrer Wahl zu einer schon lange geplanten Vernissage im "Kunstbau" aufbrechen.

"Ich will nichts überstürzen", betonte sie. Der Vereinsvorstand sei mit dem Wunsch, sie als Vorsitzende gewinnen zu können, überraschend an sie herangetreten. Noch bis September sei sie deshalb in eigene Projekte eingebunden, wolle sich aber dann genügend Zeit für den OKV nehmen. "Ich glaube, das alles weiterläuft", freute sich zweiter Vorsitzender Günter Mauermann, der der aktuellen Vorstandschaft nicht mehr angehört. "Ich habe jetzt 36 Jahren lang vorne mitgearbeitet. Ich glaube, dass es jetzt für Jüngere Zeit ist." Seinen Posten übernahm Petra Vorsatz.
Alle Redner gedachten Gerhard Bihler. "Er hat einen harmonischen Verband mit über 100 Künstlern hinterlassen", unterstrich Mauermann. Wolfgang Pausch (CSU) glaubte, dass der Verein das Erbe Bihlers pflegen werde. "Er hat großartige Arbeit geleistet." Stadträtin Waltraud Koller-Girke (SPD sah, dass Bihler den Verein gefestigt habe. Er habe die Begegnungen des Vereins mit Künstlern in anderen Ländern forciert. "Dafür braucht man viel Kraft und Energie." FDP-Stadtrat Reinhold Wildenauer setzte darauf, dass es weitergehe wie bisher. Er sprach auch für Karl-Heinz Schell von den Freien Wählern.

Edith Baldauf dankte Mauermann mit einem Geschenk für die geleistete Arbeit. Petra Vorsatz: "Es war eine Freude, dich über diesen Verein kennengelernt zu haben." Ausstellungsleiterin Gerda Moser informierte über die Pfingstausstellung, die nur noch zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet sein werde und über das Projekt "Farbe auf der Straße" im Juni vor dem Alten Schulhaus. Die Raiffeisenbank wird wieder Bilder für den Jahreskalender auswählen.

Vorstandschaft und Jury

Vorsitzende wurde Irene Fritz, Stellvertreterin Petra Vorsatz, Schriftführer Otto Dünne (Stellvertreter Bernd Seidl), Schatzmeisterin Silvia Karl (Heike Goedecke), Ausstellungsleiterin Gerda Moser (Klaus Kuran), Beiräte Edith Baldauf, Susi Pontoux, Martin Rindler, Hugo Braun-Meierhöfer, Kassenprüfer Inge Posorski und Michael Bihler, Delegierte zum Heimatring Michael Bihler und Christine Coscin, Delegierter zum Oberpfälzer Kulturbund Gerhard Grünwald, Pressesprecherin Claudia Biller-Fütterer, Jury: Horst Bittner, Otto Dünne, Klaus Kuran, Gerda Moser, Martin Rindler, Stefan Schadeck.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.