Neuer Anstrich bei Malerinnung

Sie sind zwei der drei Preisträger des Fassadenwettbewerbs: Sieger Tobias Müllner und der zweitplatzierte Engelbert Schicker (von links). Beide zeigten die Kunst ihres Maler- und Lackiererhandwerks an historischen Fassaden. Die Gestaltung eines Einfamilienhauses in Rothenstadt bescherte Christian Lingl den dritten Platz. Bilder: R. Kreuzer (2)

Nach sechs Jahren an der Spitze der Innung der Maler und Lackierer war Schluss. Klaus Blobner stellte sich nicht mehr zur Wahl. Doch es gab einen anderen Interessenten. Er musste nur noch gewählt werden.

Der bisherige Obermeister Klaus Blobner aus Vohenstrauß hat sich beruflich verändert. Deshalb wollte er nicht länger Obermeister und Mitglied der Vorstandschaft der Maler- und Lackiererinnung sein. Schon im Vorfeld aber hatte Engelbert Schicker (Vohenstrauß) signalisiert, dass er bei einer Wahl das Amt annehmen werde. Bislang war er Stellvertreter. Nun entschied es sich bei der Jahreshauptversammlung: Schicker führt die Innung künftig als Obermeister an.

Neuer Stellvertreter ist Karl Siller. In den Ausschuss gingen Ralph Kuschick (Weiden), Monika Müllner (Pleystein), Herbert Heyd (Tirschenreuth), Thomas Völkl (Weiden) und Reiner Höfer (Wiesau). Als Rechnungsprüfer wurden Ludwig Reber (Mähring) und Tobias Müllner (Pleystein) bestätigt.

Preiswürdige Arbeit

Das Berufsbild des Maler- und Lackiererhandwerks wandelte und erweiterte sich in den vergangenen 30 Jahren so gravierend wie kaum ein anderes, meinte der bisherige stellvertretende Obermeister Schicker vor der Neuwahl. So stünden Maler und Lackierer heute für Schönheit, Schutz, Design, Innovation und Energieeinsparung. Zudem verwies Schicker auf die gescheiterte Idee, eine Gemeinschaftswerbung der Innungsbetriebe auf den Weg zu bringen. Die Kosten waren zu hoch. Eine Alternative für gute Werbung für sehr gute Arbeit aber hatte die Innung schnell gefunden. "Wir haben dann die Malerbetriebe angeschrieben und zu einem Fassadenwettbewerb eingeladen. Aber mit der Teilnahme lief es nicht so gut." Die Folge: Der Wettbewerb, bei dem Innungsbetriebe mit origineller Farbigkeit, schönster Gestaltung, wertigen Ansichten bis hin zu Renovierung oder auch Wärmedämmung punkten sollten, wurde um ein Jahr verlängert. Mit Erfolg. Nun stehen die Preisträger fest.

Tobias Müllner (Pleystein) siegte. Er zeigte seine Arbeitskunst an einem historischen Gebäude, dem evangelischen Altenheim in Pleystein. Müllner erhielt 800 Euro Preisgeld. Auf den zweiten Platz folgte der neue Obermeister Engelbert Schicker (Vohenstrauß), der ebenfalls an einem historischen Gebäude Hand angelegt hatte. Er sanierte das Alte Schloss in Parkstein. Sein Gewinn: 500 Euro. Auf dem dritten Platz landete Christian Lingl dank der Gestaltung der Fassade eines Einfamilienhauses in Rothenstadt. Er gewann 200 Euro. "Zeichen setzen" heißt der neue Fassadenwettbewerb, der bis 2016 läuft.

Stets für sich werben

Landesinnungsmeister Roland Morgenroth referierte zum Thema "Zukunft Innung und Verbandspolitik". Er bestätigte, dass es schwierig sei, Verbandsarbeit darzustellen. Es sei ein Privileg, dass die Betriebe sich als Innungsmitglied verkaufen. Sie könnten mit viel Qualität und Kreativität wuchern und sollten mit einer Zunge sprechen. Morgenroth rief die Innungsmitglieder auch dazu auf, junge Asylbewerber einzubinden, ihnen eine Lehre anzubieten, sie durchstarten zu lassen. Unterm Strich sei vor allem eines wichtig: "Was in der Innung gemacht wird, muss auch nach außen getragen werden."

Termine: Am 30. März findet die Veranstaltung "Knigge für Auszubildende" statt, am13. April gibt es ein Seminar für Landungssicherung. Am 25. April nimmt die Innung an der Ausbildungsmesse teil.
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