"Nicht hinnehmbar"

Laut Bürgermeister Hans-Martin Schertl nahmen von den 223 Oberpfälzer Kommunen 98 bisher noch keine Flüchtlinge auf. Der durchschnittliche Prozentsatz in der Oberpfalz "variiert von 0,57 Prozent Flüchtlingen in der Bevölkerung im Landkreis Regensburg bis 0,82 Prozent im Landkreis Schwandorf. Amberg-Sulzbach habe derzeit einen Anteil von 0,63 Prozent an Flüchtlingen aufgenommen. "Die Zahlen für Vilseck liegen erheblich über diesen Sätzen", machte er deutlich, derzeit seien hier 93 untergebracht, was ein Anteil von 1,59 Prozent an der Gesamtbevölkerung sei. Mit der geplanten Anmietung des zweiten Wohnblocks Mozartstraße 3 zum 1. November würde sich diese Zahl auf 2,42 Prozent erhöhen.

Im Landkreis Regensburg gebe es derzeit lediglich eine Gemeinschaftsunterkunft, in der nur 13 Personen wohnten, führte Schertl aus. Vilseck aber habe derzeit in ihren beiden Gemeinschaftsunterkünften das Fünffache von Flüchtlingen wie der gesamte Landkreis Regensburg in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. "Sollte zum 1. November der Wohnblock Mozartstraße 3 angemietet und mit 50 weiteren Personen belegt werden, hätte die Stadt mehr Personen in Gemeinschaftsunterkünften wie die Landkreise Neumarkt und Neustadt/WN zusammen."

"Die Situation ist für mich nicht hinnehmbar, wenn die Regierung versucht, in wenigen Kommunen eine große Zahl von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen und andere Landkreise damit verschont", so der Bürgermeister. (e)
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