Nicht lange überlegen: Pflegen

Sie werben für den Altenpflege-Beruf: (von links) BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath, Iris Engelbrecht-Schärl (Leiterin der Berufsfachschule für Altenpflege), BRK-Bezirksvorsitzender Markus Sackmann und Zukunftscoachin Roswitha Ruidisch. Bild: Götz

Markus Sackmann bietet an: absolut krisensichere Arbeitsplätze, heimatnah, und dazu noch "sinnstiftend". "Da nimmt man sehr viel für sich selbst mit." Was der BRK-Bezirksvorsitzende derart anpreist, sind Stellen in der Altenpflege. "Ruft es den jungen Leuten zu!"

Ob junge Leute, Umsteiger oder Berufsrückkehrer (Teilzeitausbildung möglich!) - jeder Interessierte kann sich nächste Woche in der "Projektwoche Altenpflege" umfassend über berufliche Chancen informieren. Titel der Veranstaltungsreihe: "Überlegst du noch oder pflegst du schon?"

Bei der Vorstellung des Programms (siehe Kasten) malte Roswitha Ruidisch, Zukunftscoachin der Stadt Weiden, ein ziemlich ergrautes Zukunftsbild der Weidener Gesellschaft: Die Zahl der 60- bis 75-Jährigen nehme bis 2032 um 20 Prozent zu. Die der über 75-Jährige gar um über 37 Prozent. Gleichzeitig gehe die Zahl der erwerbsfähigen Menschen zurück. "Wer kann dann eigentlich Arbeit verrichten?" Und: Wer soll die Senioren dann pflegen?

Markus Sackmann, Vorsitzender des BRK-Bezirksverbandes, formulierte es positiv: "Grundsätzlich sind wir alle froh, dass die Versorgung so gut ist, dass Menschen älter werden." Nur: Es müssen neue Wege gegangen werden, um dem Fachkräftemangel in der Altenpflege zu begegnen. Sackmann sah in den letzten Jahren endlich eine höhere Wertschätzung der Altenpflegeberufe. Das soll sich auch mal im Geldbeutel niederschlagen. Versprechen konnte Sackmann als Träger nichts, aber er wird über seine politischen Kontakte anschieben: "Wir brauchen auch eine andere finanzielle Wertschätzung."

Gute Erfahrungen hat das BRK mit dem freiwilligen sozialen Jahr gemacht. "Viele junge Menschen bewerten das danach völlig neu." Dem pflichtete BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath bei: Ob über das FSJ, den Bundesfreiwilligendienst oder den sozialen Zweig der FOS/BOS - manche seien schon hängengeblieben. "Da sind etliche auf den Geschmack gekommen. Die überlegen nicht mehr. Die pflegen schon."

Jetzt bewerben für 2015

Der BRK-Kreisverband bildet derzeit in seinen vier Seniorenheimen 22 Azubis aus. In diesem Jahr konnte man noch alle Ausbildungsplätze besetzen. Das werde in Zukunft schwieriger. Rath: "Der Kampf um die jungen Leute hat begonnen." Sein Rat: Jetzt bewerben für 2015. Auch die Zusagen erfolgen zügig.
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