Nicht nur schmerzhaft
Angemerkt

Nein, auch im zweiten Anlauf wird die Sperrung der Mehrzweckhalle nicht weniger schmerzhaft. Vor ziemlich genau einem Jahr sollte sie ja schon einmal Notunterkunft werden. Die Betroffenen, allen voran die Vereine, stöhnten - und atmeten hörbar auf, als die Halle dann doch frei blieb. Vorläufig zumindest.

Auch jetzt tut es wieder weh, wenn die Sperrung tatsächlich kommt. Jede Klage ist da nur nachvollziehbar. Vergessen sollte dabei aber niemand, dass es andere noch härter getroffen hat. In Niederbayern etwa soll es Kreise geben, in denen keine einzige Turnhalle mehr frei ist. Und dann sind da ja vor allem die Flüchtlinge: Menschen, die wegen Krieg, Elend, Verfolgung die Heimat verlassen mussten.

Von daher ist es ein gutes Zeichen, dass die Vereine nun trotz mancher Kritik an der Sperrung nicht diese Menschen verteufeln. Manche gehen sogar einen Schritt weiter. Franz Bäumler vom FC Weiden-Ost etwa. Statt zu schimpfen, erzählt er von Treffen beim Training mit Flüchtlingen. Wunderbare Begegnungen seien das gewesen. Und das ist vielleicht die beste Einstellung, mit der die Stadt die Herausforderung durch die Zuwanderung angehen sollte: Nicht nur die schmerzhaften Folgen betonen, sondern vor allem die schönen.



Hintergrund

Dauer offen

Weiden. (fku) Einen Mammut-Umzug muss die Stadt am Sonntag stemmen. Dann wird die Notunterkunft für Flüchtlinge, die bisher in der Berufsschulturnhalle war, in die Mehrzweckhalle (MZH) ziehen. Während danach in der Stockerhut Aufräumarbeiten und möglichst bald die Rückkehr zum normalen Sportbetrieb folgen sollen, ist noch offen, wie lange die Sperrung der MZH bleiben wird. Klar ist nur: möglichst kurz. Die Stadt prüft mehrere Möglichkeiten, wie Jutta Häusler, Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudemanagement, erläutert. Eine davon ist der Bau einer neuen Halle im Gewerbegebiet westlich der Neustädter Straße. Abhängig von der Witterung könnten die Arbeiten im Frühjahr beendet sein. Die Sperrung könnte aber auch früher enden. Und zwar dann, wenn die Stadt doch noch ein geeignetes bestehendes Gebäude zum Anmieten oder zum Kauf findet.

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