Nichts wie ran an Fördertöpfe

Im Internationalen Keramikmuseum überdauern auch wertvolle Werke aus Ländern wie Syrien, in dem die IS derzeit historisches Kulturgut zerstört. Nicht die einzige interessante Information, die Museumsleiterin Stefanie Dietz (Zweite von links) für Staatssekretär Albert Füracker (Vierter von rechts) parat hielt. Für die Unterstützung von Max-Reger-Tagen und Keramikmuseum machten sich am Dienstag auch Konstantin Thomas (Vorsitzender "Die Keramischen"; hinten, links), OB Kurt Seggewiß (Dritter von links) sowie (

Dass die Max-Reger-Tage 2016 - anlässlich des 100. Todestages des Komponisten - etwas Besonderes werden, scheint gebongt. Für die Zukunft des Keramikmuseums dagegen sind noch Anstrengungen nötig, um Zuschüsse an Land zu ziehen. Doch der Förderverein hat da einige Ideen.

Weiden. (ps) Wenn einer weiß, wie in Bayern an Geld zu kommen ist, dann ein Staatssekretär aus dem Finanzministerium. Das dachten sich wohl Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Bürgermeister Lothar Höher. Sie lotsten Staatssekretär Albert Füracker bei seinem Antrittsbesuch als neuer CSU-Bezirksvorsitzender am Dienstag deshalb in das Max-Reger-Museum und das Internationale Keramikmuseum. Bargeld gab es zwar nicht, aber zumindest wertvolle Tipps, wie sich der eine oder andere Fördertopf anzapfen lässt.

Für Max Reger fließt Geld

Besonders aussichtsreich scheint dies bei den Max-Reger-Tagen 2016. "Für Veranstaltungen im Zusammenhang mit berühmten Persönlichkeiten gibt es spezielle Fördermittel", berichtete Seggewiß über das Gespräch im Max-Reger-Museum, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. "Und Max Reger ist ein Komponist, der deutschlandweit Würdigung findet." Seggewiß und Höher sind deshalb zuversichtlich, dass hier Geld fließen wird. Weitere Zuschüsse vom Kultusministerium und dem Bezirk Oberpfalz sind laut Höher bereits in Aussicht gestellt worden. "Ich gehe davon aus, dass das eine wunderschöne Veranstaltungsreihe wird."

Nicht ganz so einfach stellt sich die Situation beim Keramikmuseum dar. Einer Förderung außer der Reihe erteilte der Staatssekretär eine klare Absage: "Das Schlimmste, was einem Politiker passieren kann, ist die Schaffung eines Präzedenzfalles." Sein Rat deshalb: Projekte zu initiieren, die konkrete Vorgaben erfüllen. Denn: "Jeder Fördertopf ist für einen bestimmten Zweck."

Der Förderverein "Die Keramischen" steht bereits mit einigen Ideen in den Startlöchern, um das Haus wieder stärker mit Leben zu füllen. Das zeigte Vorsitzender Konstantin Thomas auf. "Wir wollen uns für das Begleitprogramm zur bayerisch-tschechischen Landesausstellung 2016/2017 über Karl IV. bewerben." Entsprechende Gespräche seien bereits geplant. Da könnten durchaus Gelder fließen, räumte Füracker ein. Er würde sich notfalls auch einschalten. "Sie müssen aber schnell sein."

Von Herbst bis Frühjahr werden zum 25-Jährigen des Keramikmuseums wechselnde Beiträge anderer Münchener Museen zu sehen sein. So erhofft man sich wieder mehr Weidener Besucher. Denn das Problem sei, die Leute ins Museum zu bringen. Thomas: "Wer drin war, ist von dem Haus begeistert." Ab Frühjahr 2016 werden dann neue Projekte angepackt. Gut wäre es auch, ein Alleinstellungsmerkmal für die Einrichtung in Weiden zu finden.

"Alles erdenklich Gute"

Der Museumsleiterin Stefanie Dietz bescheinigte Konstantin Thomas eine hervorragende Arbeit: "Das Keramikmuseum gilt als Zunkunftsmodell für alle Zweigmuseen in Bayern. Die Jugendarbeit ist einmalig und bereits prämiert worden." Auch dieser Bildungsauftrag dürfe nicht außer acht gelassen werden, appellierte er an Füracker, der von den Weidener Museen beeindruckt war. Er wünschte bei seinem Eintrag ins Goldene Buch: "Alles erdenklich Gute dieser wundervollen Stadt."
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