Nobelpreisträger Roald Hoffmann

Roald Hoffmann stammt aus einer jüdischen Familie, die nach ihrer Flucht aus dem von Deutschland besetzten Polen (heute West-Ukraine) über mehrere Stationen im Jahre 1949 in die USA auswanderte. Viele seiner Familienmitglieder überlebten den Holocaust nicht. Der Vater wurde von den Nazis in einem Arbeitslager ermordet. Während der Zeit der schlimmsten Verfolgung versteckte sich Hoffmanns Mutter mit ihrem damals fünf Jahre alten Sohn auf dem Dachboden eines Schulhauses. 15 Monate lang verließen die beiden ihr Versteck nicht.

Als junger Mann besuchte er das Columbia College und studierte Chemie. 1958 wechselte er an die Harvard University, 1965 wurde er Associate Professor an der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York und 1968 Professor. Den Nobelpreis bekam er 1981 für seine bahnbrechenden Forschungen über die Reaktionsfähigkeit von Molekülen verliehen.

Hoffmann ist außerdem Verfasser von Gedichten, Novellen, Essays, Dokumentationen und Theaterstücken. Das autobiografische Stück "Was euch gehört" (Originaltitel "Something that belongs to you") ist sein drittes Bühnenwerk. Der Kontakt nach Ursensollen kam über die Landesbühne Oberfranken zustande. Das Ensemble, das Hoffmanns Schauspiel einstudiert hat, war bereits mit einer anderen Aufführung im Kubus zu Gast. (upl)
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.