Noch 30 Plätze für junge Flüchtlinge
Aus dem Ausschuss

Amberg-Sulzbach. (upl) Der Landkreis Amberg-Sulzbach muss im Laufe des Jahres noch etwa 30 weitere Plätze für minderjährige Flüchtlinge schaffen, die ohne Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland gekommen sind. Darüber informierte Jugendamtsleiter Thomas Schieder am Mittwoch den Jugendhilfeausschuss. Nach dem bundesweit gültigen Verteilungsschlüssel hat der Landkreis nach aktueller Berechnung in diesem Jahr 52 "unbegleitete Jugendliche" aufzunehmen. Derzeit stehen jedoch nur 20 Plätze zur Verfügung. "Wir werden die Anforderungen erfüllen", erklärte Schieder. Dazu gebe aus auch Gespräche mit der Stadt Amberg. Die anfallenden Kosten würden vom Bund erstattet.

Landkreis startet Projekt "Elterntalk"

Amberg-Sulzbach. (upl) Man müsse sich das so vorstellen wie einen "Tupper-Abend", erklärte Jugendpflegerin Julia Schötz: Der Landkreis bietet ab dem nächsten Jahr Gesprächsrunden für Eltern mit Erziehungsfragen an. Die Treffen werden von einem speziell ausgebildeten Moderator geleitet und finden jeweils abwechselnd zu Hause bei einer anderen Familie statt. Dieses Projekt namens "Elterntalk" gibt es in Bayern bereits seit zehn Jahren. Es stelle ein erfolgreiches, niederschwelliges, an der Lebenswelt orientiertes Bildungsangebot für Eltern dar, erläuterte Schötz im Jugendhilfeausschuss. Besonders gute Erfahrungen seien in anderen Kommunen bei Familien mit Migrationshintergrund gemacht worden.

Frühförderung: Neue Gruppe

Amberg-Sulzbach. (upl) An der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) in Sulzbach-Rosenberg soll ab dem Schuljahr 2016/17 eine neue Gruppe für Vorschulkinder mit besonderem Förderbedarf entstehen. Dafür hat sich der Jugendhilfeausschuss am Mittwoch einstimmig ausgesprochen. Das Projekt belastet den Haushalt des Landkreises mit 13 650 Euro pro Jahr zusätzlich. Deswegen befasst sich Mitte April auch der Hauptausschuss mit dem Thema.

Im Blickpunkt

Forderung: Der Jugend dienen

Habsberg. Der Dekanatsrat Habsberg hat im Pfarrheim Laaber seine Frühjahrsvollversammlung abgehalten. Dekanatsratsvorsitzender Anton Lang berichtete von der Arbeit der Laiengremien in der Diözese. Dort werde vor allem die aktive Sterbehilfe" sehr intensiv diskutiert. "Man darf das Leben des Menschen auch an seinem Ende nicht durch falsch verstandene Humanität in Frage stellen", betonte Lang.

Zu den Veränderungsprozessen in den Seelsorgeeinheiten meinte er, dass es nicht nur um Strukturfragen gehen dürfe. Für Dekan Elmar Spöttle, seit Februar Wallfahrtsrektor auf dem Habsberg, sind neue Aufbrüche in den Pfarreien notwendig, "vor allem auch im ländlichen Raum, der gar nicht mehr so ländlich ist". Priester wie Laien müsse die Frage umtreiben, wie es mit den Pfarrgemeinden weitergehe. "Es kann nicht einfach nur um das Bewahren von Traditionshüllen gehen", betonte er.
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