Noch ein bisschen bunter

Die Max-Reger-Schule setzt ein Zeichen gegen jede Form von Rassismus. Von links: Rektor Karl-Heinz-Badenberg. Verbindungslehrer Klaus Hartmannsgruber, Landeskoordinatorin Juliane Sack, Schüler Dominik Hübner und Pate Florian Zellner, Kapitän der Blue Devils Weiden. Bild: Hartl

Jugendliche aus über 15 verschiedenen Nationen besuchen die Max-Reger-Schule. Sie alle stehen für das Leitbild "Unsere Schule ist bunt". Das neue Prädikat "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" unterstreicht dies. Und dabei steht sogar der Kapitän der Blue Devils Weiden Pate.

Ein großes Metallschild schmückt die Max-Reger-Schule (MRS). Sie ist nun offiziell "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Dieses Prädikat hat sich die Einrichtung in der Ulrich-Schönberger-Straße durch verschiedene Projekte in den vergangenen Jahren erarbeitet. Zudem hat sie ohne Probleme die nötigen Unterschriften (70 Prozent der Schüler und Lehrer) zusammengebracht.

"Wir wollen, dass die Mädchen und Jungen ihre Schule mitgestalten, indem sie sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden", erklärte Rektor Karl-Heinz Badenberg bei der Titelverleihung. Für ihn sei die Auszeichnung die logische Konsequenz aus den vielen Aktion. Dazu zähle die Themenwoche "EinBlicke - Tage gegen Rechts", die Fotoausstellung "Unser Lächeln für Toleranz", die Arbeiten der Theater-Gruppe und das Leitbild "Unsere Schule ist bunt". "Das sind alles kleine Mosaiksteinchen im Kampf gegen Rassismus", betonte der Lehrer. Das Prädikat sei aber kein Preis, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und Zukunft.

Juliane Sack, Landeskoordinatorin von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", mahnte an, den "Courage-Begriff weiter mit Leben zu füllen". Eine Kostprobe davon bekam sie mit dem Rap "Alle reden sie vom Mobbing", den die Schüler Katharina Scharnagl, Gentiana Zogaj und Paul Bogutdinov auf der Bühne interpretierten. Das Lied hatte die Theater-Gruppe selber geschrieben.

Die Patenschaft für das Anti-Rassismus-Projekt hat Florian Zellner, Kapitän des EV Weiden, übernommen. "Unsere Verbindung zum Eishockeyverein ist schon immer gut und diese Sportler stehen für Fairness", erklärte Badenberg die Wahl. Zellner versprach, das Projekt dauerhaft zu unterstützen. Für die Schule hatte er ein Trikot seines Teams mit den Unterschriften aller Spieler im Gepäck, zudem 50 Freikarten für ein Oberligaspiel. Dass die MRS den richtigen Paten gewählt hat, zeigte sich nach dem Festakt. Die Autogramme von Florian Zellner waren bei den Schülern heiß begehrt. Der EV-Kapitän ist nun auch ein Botschafter für die Max-Reger-Schule.
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