Noch näher zusammenrücken

Mit Handschlag begrüßt Helmut Fiedler (rechts) als amtierender Präsident der Eures-Partnerschaft Bayern-Böhmen den Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (Mitte) im DGB-Büro in Weiden. Mit dabei auch Eures-Koordinator Petr Arnican. Bild: sbü

Böhmen und der nordöstliche Raum Bayerns bilden einen einheitlichen Arbeitsmarkt. Ganz so weit ist es noch nicht. Vor allem die Sprache, aber auch Systemunterschiede trennen die Nachbarn. Noch, betont Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch.

(sbü) Seit knapp zehn Jahren bemüht sich die Eures-Grenzpartnerschaft darum, vieles in Böhmen und in unserer Region stärker zusammenwachsen zu lassen. Beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Weiden war bisher die Zentrale der Partnerschaft angesiedelt. Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch informierte sich dort, wie es jetzt weitergeht. "Wir von der Politik müssen das Zusammenwachsen der Grenzregionen weiterhin unterstützen. Deshalb habe ich mich auch dafür eingesetzt, dass weiterhin EU-Mittel für die Fortsetzung der Eures-Grenzpartnerschaft bewilligt werden", erklärte der SPD-Abgeordnete bei seinem Infobesuch im DGB-Büro in Weiden.

Dort arbeitet Helmut Fiedler, langjähriger DGB-Regionsvorsitzender, jetzt im DGB-Vorstand Bayern zuständig für internationale Beziehungen. Fiedler ist, seitdem die Partnerschaft vor knapp zehn Jahren begründet wurde, auch deren Präsident. "Er hat für die Partnerschaft viel bewegt", lobte Grötsch. Zugleich freute er sich auch darüber, "dass es jetzt schon zur Normalität zählt, wenn eine große Zahl tschechischer Arbeitnehmer in Deutschland arbeite, aber auch viele Deutsche in Tschechien". Dies sei auch auf die Aktivitäten der Eures-Partner zurückzuführen, stellte der Abgeordnete fest. Und der bis Jahresende noch amtierende Eures-Präsident beurteilt die Chancen auf Fortführung der Partnerschaft grundsätzlich positiv: "Allerdings haben wir die Bewilligung unseres Verlängerungsantrags noch nicht erhalten", sagte Fiedler. Er dankte Grötsch für die politische Unterstützung, denn "die Verhandlungen waren nicht einfach".

Einiges werde sich aber künftig ändern. Zum Beispiel werde die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg stärker in das Projektantragsverfahren einbezogen. Stolz ist Fiedler auf das bisher Erreichte, denn "längst ist es selbstverständlich, dass tschechische Arbeitnehmer den deutschen Arbeitsmarkt bereichern und ergänzen". Ende 2013 hätten schon 13 000 Tschechen in Ostbayern gearbeitet. Auch mache die Entlohnung in Tschechien Fortschritte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.