Nostalgie trifft auf Moderne

Gleich sieben Gruppen mit je etwa 50 Gästen führten Karl Herrmann (im Bild) und Dieter Knöpfel durch die OWS-Werkshallen für Waggonbau. Bild: Dobmeier

Das Lok-Fest lockte wieder viele Besucher zum AW-Gelände. Mit dem Tag der offenen Tür bog es am Sonntag in den Zielbahnhof ein. Dabei ließ vor allem eine Betriebsführung die alten Weidener Eisenbahnerherzen höher schlagen.

(rdo) Den Tag der offenen Tür nutzten die Betriebe, um sich den Gästen zu präsentieren und die Werbetrommel zu rühren. Vor allem die Führung durch die Räume der Oberpfälzischen Waggon-Service GmbH (OWS) waren der Renner. Viele Weidener erinnerten sich an die lange Eisenbahn-Tradition der Stadt.

Auch die Dampflok Baureihe 50 2146 war ein Besuchermagnet. Viele Gäste stiegen in den Führerstand und Tender und ließen sich die Technik von ehemaligen Dampflockführern erzählen. Dabei erfuhren sie auch, dass der Förderverein für Denkmalpflege noch in diesem Jahr die Lok überdacht.

Werben fürs Gewerbegebiet

In Gedichtform begrüßte AW-Werbegemeinschafts-Schatzmeister Günther Mayer die Gäste. Schirmherr Oberbürgermeister Kurt Seggewiß lobte die Innovation der Betriebe im AW-Gewerbepark. Er nannte es ein Paradebeispiel zur Schaffung von Arbeitsplätzen. "Auch heute brauchen wir Industrieansiedlungen", sagte der Rathauschef. Deshalb rief er alle auf, für die Ausweisung des Gewerbegebiets Weiden-West IV zu stimmen.

Reinhold Wildenauer überreichte im Namen der AW-Werbegemeinschaft dem Vorsitzenden Alois Hösl und dessen Frau Anita einen Gutschein für ein "Dinner zu Zweit". Großer Dank galt auch Rolf Schramek, Günther Mayer und OB Kurt Seggewiß für ihre Unterstützung. Sie erhielten einen "Herrenstrauß" aus Geräucherten. Hösl stellte in seiner Rede die Leistungsfähigkeit der Betriebe im Gebiet zur Zentralwerkstätte heraus.

Ihre Türen öffnete auch die BKK Faber Kastell. Sie bot neben Infos zur Gesundheitskasse die Gelegenheit zur Blutdruck und Zuckermessung. Bei "Colortec" gab es eine Rennmaschine mit 2200 PS für Viertel-Meilen-Rennen in den USA zu bestaunen. Das 1000 Kilogramm schwer Gefährt beschleunigt in weniger als einer Sekunde auf 100 km/h. Der Rennbolide erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 468 km/h. Die Feuerwehr bot mit ihrer Drehleiter einen Blick aus 30 Metern Höhe über das AW-Gelände und die Stadt.

Die HPZ-Regenbogenwerkstatt zeigte einen Querschnitt ihrer Produkte. Bei Schrauben Mutzbauer war die neuste Thermax-Technik zu sehen, die Wärmeisolierung ohne Kältebrücken ermöglicht. Bei Elektro Hösl durften Kinder Leuchtmännchen in Löttechnik herstellen und frisches Popcorn genießen. So mancher freute sich auch über einen Preis am Glücksrad. Einen Einblick in seine Privatsammlung gewährte Stefan Weber, er zeigte selbstgebaute Motorflieger. Und Wolfgang Dobler von Bestattung Bauer präsentierte seine historische Legosammlung. Der Anblick der Exponate ließ nicht nur die Herzen der Kinder höher schlagen, auch manche Väter schwelgten in nostalgischen Erinnerungen.

Als einen Höhepunkt des Lok-Festes verloste die Werbegemeinschaft 60 Preise im Wert von 6000 Euro. Als Glücksfee fungierte die 5-jährige Michelle Demmelbauer. Der erste Preis - ein Fahrrad in Wert von 798 Euro - ging an Siegfried Köstler aus Pressath. Den zweiten Preis - ein Flachbildschirm - gewann Anneliese Lang aus Neustadt und den dritten Preis (Gutschein über Lackierungen im Wert von 300 Euro) sicherte sich Madeleine Goller aus Weiden. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisverleihung ist am 11. Oktober um 10 Uhr bei Elektro Hösl.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/lokfest
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