Nur noch ein Gerippe ohne Namen

Bis Donnerstagmittag waren alle Scheiben aus der Front entfernt - und auch der "Hertie"-Schriftzug. Bild: Huber
Das war's dann. Fast. Weidens Kaufhaus ist abgenagt bis aufs Gerippe. Nachdem sich die Bagger am Mittwoch bis zum "Glaskasten" vorgefressen hatten, zeigte sich das Gebäude am Donnerstag komplett entblättert. Sämtliche Scheiben sind raus - und auch den roten "Hertie"-Schriftzug sucht man vergebens.

Eine fast 54-jährige Geschichte endet im Bauschutt. Das Kaufhaus öffnete am 29. September 1961, erlebte prompt einen Käuferansturm. Nach einem Wechsel der Konzerneigentümer mutierte Hertie zur Jahrtausendwende zu "Karstadt" - um 2007 erneut die Rolle rückwärts zu "Hertie" zu vollführen. Da blieben dem Warenhaus allerdings nur noch zwei Jahre. Am 14. August 2009 endete diese Tradition in der Innenstadt. Den Abriss in den vergangenen Tagen hat NT-Fotograf Stephan Huber fürs Oberpfalznetz dokumentiert.

Im ehemaligen "Hertie" verlieren sich sechs Bauarbeiter in dem fünfgeschossigen Gebäude. Sie sind leicht zu finden, wenn man dem Krach ihrer Maschinen folgt. Bilder von Stephan Huber und Gerhard Götz
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