OB Seggewiß kritisiert Veröffentlichung - Ehrungen bei der SPD Weiden-West/Vorderer Rehbühl
Zu viel Transparenz bei Prüfberichten

Stolz zeigt Alfred Ramsauer (Dritter von rechts) seine Urkunde: Als neues Ehrenmitglied der SPD Weiden-West/Vorderer Rehbühl weist sie ihn aus. Mit im Bild die weiteren Geehrten und die Ehrengäste. Bild: R. Kreuzer
Zum Gewerbegebiet Weiden-West IV zeigt sich der Oberbürgermeister überzeugt: "Bis 2017 werden wir alles planungsreif hinbekommen." Beim Ehrennachmittag des SPD-Ortsvereins Weiden-West/Vorderer Rehbühl sprach Kurt Seggewiß über dieses und andere aktuelle Themen der Stadt. Zu den Prüfberichten, die der NT in Auszügen veröffentlichte, sagte er: "Ich weiß nicht, was man davon hat, wenn Medien alles durch den Kakao ziehen. Dienstrechtliche Themen gehören nicht in die Öffentlichkeit."

Vorsitzender Herbert Hammer hatte zur Ehrung eingeladen. Für 48 Jahre treue Mitgliedschaft und engagierten Einsatz für die Partei überreichte er Alfred Ramsauer die Urkunde, die ihm die Ehrenmitgliedschaft bescheinigt. Eine Urkunde erhielt auch Erich Regler für 40 Jahre. Zwei Jahrzehnte sind Cinak Bayram und Joachim Helgert dabei. Für 15 Jahre bekamen Gottfried Jäger und Robert Bruckner die Auszeichnung. Auf 10 Jahre Mitgliedschaft blickt Michael Irlbacher zurück.

Neue Herausforderungen

Die Stadt habe in den vergangenen Jahren viele Arbeitsplätze in der Produktion verloren, blickte Seggewiß zurück. 26 000 Stellen bedeuteten dennoch einen Höchststand. "Die Einpendlerquote ist hoch, die Hälfte der Arbeitnehmer kommt aus dem Landkreis." Schulen, Freizeiteinrichtungen und Parkhäuser müsse allerdings die Stadt bezahlen. Die Kliniken sicherten die medizinische Versorgung ab. Die Palliativstation komme von Neustadt nach Weiden, dafür gehe das stationäre Hospiz nach Neustadt. Der Oberbürgermeister betonte eine familienfreundliche Politik. Die Kindertagesstätten hätten über 160 Plätze in Weiden. Nur seien "Problemzeiten" abzudecken, zum Beispiel werktags bis 20 Uhr oder samstags. Eine andere Herausforderung: die Betreuung der älteren Menschen.

"Was ist los mit der sozialen Gerechtigkeit?", fragte Landtagsabgeordnete Annette Karl. "Mit der SPD ging es zur Rente mit 63 und dem Mindestlohn. Aber wir kommen nur scheibchenweise weiter, denn man will wieder daran rühren." Einige Firmen wollten den Mindestlohn umgehen. Karl erkannte "erfinderische Arbeitgeber bis hin zum sozialen Ausbeuter". Pegida zeige, dass manche Bürger anfällig für rechte Thesen seien. Schon an der Basis müssten Genossen den Leuten beim Thema Flüchtlinge die Ängste nehmen. "Wir müssen mit den Flüchtlingen etwas gemeinsam aufbauen, ohne Werte einzuschränken. In Weiden läuft es vorbildlich." Gewährleistet müsse die Versorgungssicherheit bei Strom für die Industrie sein. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei wichtig, der Bürger müsse bei der Planung der Stromtrassen jedoch mit einbezogen werden. Die Abgeordnete forderte, den Raumordnungsbericht nun vorzulegen, um die Regionen zu vergleichen. Zum Empfang mit Bundesministerin Andrea Nahles am 10. Februar lud sie nach Vohenstrauß ein.

Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer bilanzierte: "Wir haben im letzten Jahrzehnt nur wenige Mitglieder verloren." Was ein Provinzler alles erlebt, wenn er in die Großstadt kommt, das zeigten Kassiererin Petra Irlbacher und Stadträtin Sabine Zeidler in einem Sketch.
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