OB und SPD-Stadträte erörtern AWO-Landesvorsitzendem Probleme der Stadt
Sorgen mit hohem Besuch teilen

Sie verstehen sich. Deshalb tauschten sie sich auch aus: Prof. Dr. Thomas Beyer, Dozent der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg und Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (vorne links), sowie (von links) Roland Richter, Sabine Zeidler, OB Kurt Seggewiß und Norbert Freundorfer. Bild: hfz
Die hohen Arbeitslosenzahlen im bayernweiten Vergleich, die wachsende Zahl an Flüchtlingen und der Baufortschritt bei der Stadtgalerie: Das waren nur einige der Themen, die OB Kurt Seggewiß und einige SPD-Stadträte mit dem Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt aus Nürnberg, Prof. Dr. Thomas Beyer, besprachen.

Ja, die Arbeitslosenzahlen bereiten Sorgen, räumte der OB ein. Sie sind trotz der steigenden Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im bayernweiten Vergleich hoch. Allerdings hofft Seggewiß, dass das Programm Bürgerarbeit für Hundert Arbeitslose, die derzeit Hartz IV beziehen, Arbeit bringt. Auch Zusatzprogramme wie "Soziale Teilhabe" und Maßnahmen für Schwerbehinderte sind aufgelegt, um die Arbeitslosigkeit zu vermindern.

Kommune braucht Geld

Besonders sorgenvoll blickte der OB, der auch die Stadträte Sabine Zeidler, Norbert Freundorfer und Fraktionschef Roland Richter (alle SPD) zu dem Gespräch begrüßen konnte, auf die hohe Zahl an Kinder und Jugendlichen in den Bedarfsgemeinschaften. "Es ist unbestritten, dass die soziale Herkunft die Zukunftschancen beeinflusst." Die Übertrittsquoten der Weidener Grundschulen sprechen hier eine deutliche Sprache.

Ein Großteil des Gesprächs drehte sich um die aktuelle Entwicklung bei den Asylbewerbern. So werden in Weiden - wie vielerorts - die Aufnahmekapazitäten nicht ausreichen. Denn die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge wird sich verdoppeln, wusste Seggewiß: "Der Staat ist in der Pflicht, die Kommunen für die Flüchtlingshilfe mit ausreichend Geld auszustatten. Dies muss auch zeitnah erfolgen." Entsprechende Anregungen gab Seggewiß auch. Für ihn wäre es eine Lösung, wenn der Bund die bereitgestellten 60 Milliarden Euro aus dem Haushalt für die Flüchtlingshilfe in einen Fonds einzahle, aus dem die Kommunen zinsfrei Geld für die Zwischenfinanzierung schöpfen können. "Das ermöglicht es, einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erstellen." Ansonsten werde der Sozialhaushalt alle derartigen Bemühungen torpedieren.

Oft Bestnoten für AWO

Positives kam auch auf den Tisch. So war Prof. Beyer stolz, dass Weiden eine der ersten Städte in Bayern war, in der die Arbeiterwohlfahrt im großen Stil funktioniert hatte. Der OB bestätigte, dass die AWO-Einrichtungen hier eine hervorragende Qualität aufweisen. Sie erhielten oft Bestnoten.
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