Ober sticht: Das tut weh
Angemerkt

"Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss", sagte einst John Wayne. Abseits des Wilden Westens lauten die Regeln anders: Ein Stadtrat muss tun, was die Regierung verlangt. Koste es, was es wolle.

Im Fall der Grundsteuer A kostet es die Landwirte in Weiden knapp 5000 Euro. Das ist der mickrige Mehrbetrag, den die Erhöhung des Hebesatzes der Grundsteuer A auf landwirtschaftliche Grundstücke 2015 in die Stadtkasse spülen wird. 5000 Euro im Jahr, wohlgemerkt. So hat es der Finanzausschuss beschlossen. So richtig gewollt scheint das aber keiner zu haben. Mit Recht.

Denn 5000 Euro retten keinen Haushalt. Das stellten die Mitglieder des Finanzausschusses einhellig fest. Aber sie retten Millionen an Stabilisierungshilfen. Denn Bayerns Finanzministerium pocht auf den Konsolidierungswillen, der in München und Regensburg nur mit der Anhebung auch dieses Hebesatzes sichtbar werde. Egal, was unterm Strich dabei herauskommt.

Es geht nunmal ums Prinzip. Es geht um Regeln. Und diesen hat sich der Finanzausschuss wohlweislich auch gebeugt. Trotzdem ähnelt das einem kleinen Fall von Nötigung - und einem großen Fall von Kleinkrämerei. Aber Ober sticht eben Unter. Nur tut das weh. Eine Nachfrage bei den Landwirten wird das bestätigen.



Sie lesen heute

Kreisseite Hinauf auf den Felixberg

Der 5. Nofi-Lauf geht am 13. Mai in Neustadt/WN über die Bühne. Die 6,6 Kilometer lange Strecke bis hinauf auf den Felixberg hat es in sich. Es sind bereits 2000 Starter gemeldet. (Seite 32)
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.