Oberlandler feiern am Wochenende zünftige Kirwa
Lustige Schnodahipfln

Die Kirwa im Oberland wird heuer zum "Grenzfall": Der Baum, den die Burschen und Männer am Samstag, 11. Oktober, mittels Goißen in die Senkrechte hieven, ist ein Grenzbaum. Gestiftet haben ihn die Familien Schönberger und Kraus aus Hainstetten gemeinsam. Der über 30 Meter hohe "Fichten-Prackl" steht auf zwei Grundstücken gleichzeitig. Allerdings eben nur noch bis Samstag.

Dann rücken die Oberlandler mit der Motorsäge an. Um 13.30 Uhr beginnt das Aufstellen des geringelten und mit Kränzen behangenen Baumes nach altem Brauch mit hölzernen Goißen. Nach einer Brotzeit für die Helfer geht es ab 20 Uhr im Festzelt rund. Die Kapelle Wöidarawöll gibt den zwölf Kirwapaaren den Takt vor und heizt den Besuchern bis in den frühen Morgen ein.

Längst ist es im Oberland Tradition, dass der Kirwasonntag mit einem feierlichen Gottesdienst beginnt. Pfarrer Norbert Götz zelebriert um 10 Uhr das Amt im Festzelt. Die Familie Ritz aus Wutschdorf übernimmt wieder die musikalische Gestaltung. Anschließend spielen die Rangerrutscher zum Frühschoppen auf.

Um 14.30 Uhr schreiten die Paare, angeführt von Kirwachef Stefan Obermeier, zum Baumaustanzen. Dabei singen die Burschen die Schnodahipfln, wegen denen sich wohl wieder Hunderte Neugierige um den Baum scharen. Zu Kaffee und Kuchen spielt anschließend bis in den Abend hinein die Kapelle Royal auf.

Zum Festausklang am Montag, 13. Oktober, lässt die Band Rundumadum die Temperatur im Bierzelt noch einmal ansteigen. Um 20 Uhr startet der Endspurt auf der Wiese neben dem Lenzenweiher. Auf den letzten Metern, gegen 23 Uhr, kommt es zur Verlosung des Baumes, der einmal zwei Eigentümer hatte.
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