Ofenfrische Anlage zum Nulltarif

Die ersten Brezen und Plundergebäck-Stücke gelangen den Lehrlingen ganz prima. Womit die Vorzüge der neuen Öfen (hinten im Bild) auch schon demonstriert waren. Über die Anlage freuten sich (hinten, von rechts) stellvertretender Rektor Thomas Neumann, Josef Weilhammer, Hans-Jürgen Gmeiner und Detlef Böpple. Bild: R. Kreuzer

Die Bäcker-Azubis in den Berufsschule kriegen's besser gebacken denn je. Eine brandneue Ofenanlage macht's möglich.

Das Backen gelang den 20 Schülern der 1. Klasse im Bäckerberuf gleich auf Anhieb. Klar: Sie konnten mit der raffinierten Automatik einer neuen Ofenanlage arbeiten. Mit ihr lernen an der Europa-Berufsschule Weiden insgesamt 112 Auszubildende zum Bäcker, Konditor und zur Fachverkäuferin im Bäckerhandwerk. Während die Bäcker und Konditoren die Anlage überwiegend manuell steuern, profitieren die Fachverkäuferinnen von den installierten Backprogrammen.

Zehn Backschächte

Erste Kontakte knüpfte Abteilungsleiter Helmut Meier auf der Bäko-Messe im Frühjahr in Weiden: Mit Gebietsverkaufsleiter Detlev Böpple von der Deutschen Backofenbau (DEBAG) Bautzen handelte die Berufsschule die Backofenanlage aus. Böpple bot eine Anlage mit zehn Backschächten an, die zum Schuljahresende angeliefert wurde. In Eigenregie hatten Kollegen der Abteilung die alte Anlage abgebaut. Anfang September bis zum Schuljahrsbeginn wurde die neue installiert. "Die Stadt hat dafür gesorgt, dass alle Anschlüsse fristgerecht gelegt wurden und die Arbeiten abgeschlossen werden konnten", lobte Meier.

Die Bäckermeister Christian Held, Jürgen Holzmann und Klaus Grünbauer bilden nun an dieser digitalen Backofenanlage die jungen Bäckerlehrlinge und Konditorschüler aus. Schulleiter Josef Weilhammer dankte der Spenderfirma, der BÄKO, der Stadt und den Kollegen für den Einsatz. Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner überbrachte die Grüße von OB Kurt Seggewiß. Mit dieser Anlage hätten die Azubis beste Bedingungen, um in dem Beruf technisch bestehen zu können.

"Mit der Realisierung der neuen Backofenanlage, die nichts kostete und den Schülern enorm hilft, hat man in die Zukunft investiert", sagte Weilhammer. Die Firma DEBAG habe 55 000 Euro aufgewendet. Bei einem Probebacken ließen die Azubis Plundergebäcke, Brezen und Kleingebäcke entstehen.
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