Ohne die Bürger läuft nichts

Das Geld fließt, die Gemeinde Neukirchen atmet auf. 560 000 Euro gibt es als Zuschuss, wenn die einfache Dorferneuerung Kirchenreinbach bis 2016 abgeschlossen ist. Was diese alles beinhaltet, das war Thema der Gemeinderäte.

Die Sanierung des Schlosses Kirchenreinbach eröffnete der Ortschaft eine einfache Dorferneuerung mit der Absicht, auch das Umfeld des historischen Gebäudes zu verbessern. Landschaftsarchitekt Manfred Neidl stellte im Gasthaus Dorn einen Entwurf vor.

Neue Zufahrt

Die Gemeinde erhielt einen Förderbescheid über 560 000 Euro. Nach der Renovierung des Schlosses als Hauptmaßnahme erwartet das Amt für ländliche Entwicklung eine Fortsetzung der Dorferneuerung, die Ende 2016 abgeschlossen sein sollte.

Da es sich in Kirchenreinbach um eine einfache Dorferneuerung handelt, sei die Gründung einer Teilnehmergesellschaft nicht erforderlich. Den Ablauf muss der Gemeinderat beschließen. "Ohne die Einwilligung der Bürger wird nichts ausgeführt", erklärte Bürgermeister Roman Berr.

Der von Landschaftsarchitekt Manfred Neidl vorgestellte Planungsentwurf zeigte als höchste Priorität die Zufahrt zum Schloss. Den Bereich vor dem Gasthaus Glöckner möchten die Planer gastfreundlicher gestalten.

Zwar sollen die Zufahrten zu den Betrieben von beiden Seiten möglich sein, die Funktion als Durchgangsstraße sollte aber aufgehoben werden. Der Wechsel von Asphalt zu Pflaster sollte die Fahrbahn optisch begrenzen. Unmittelbar vor dem Gasthaus sollten keine Parkplätze sein. Ein Zugang zum Reinbach als Erlebnisbereich würde diesen Abschnitt attraktiver gestalten. Zur Auflockerung des Bachlaufes ist an eine Begrünung seines Südufers gedacht. Der Dorfplatz und seine Zufahrt würde ebenfalls neu gestaltet werden. Im oberen Bereich des Birkenwegs könnte ein Wanderparkplatz asphaltiert werden, eine geregelte Wasserführung eingeschlossen. Der Bereich um die Feuerwehrgerätehäuser würde ebenfalls schöner werden.

Problem Hochwasser

Das Hochwasserproblem am Anwesen Probst soll mit einer Ableitung des Wassers aus Schmidtstadt bereits vor Kirchenreinbach in Richtung Etzelwang gelöst werden. Außerdem sollten die Fließmulden vertieft werden. Der Entwurf sieht für beide Ortseingänge Baumtore vor, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu bremsen. Im Bereich der Gewerbegebiete ist an eine bessere Eingrünung gedacht. Unter "Priorität II" fällt eine Verkehrsberuhigung im Bereich Steinberg. Dort ist auch eine Rückhaltung des Oberflächenwassers aus Richtung Rittmannshof vorgesehen. Den Blick zum westlichen Giebel am Anwesen Hafner könnten eine Grünfläche und ein Baum verschönern. "Priorität III" beinhaltet optische Verbesserungen am Ortsausgang nach Rupprechtstein und den Zugang zur St. Ulrichskirche. Manfred Neidl befürwortete außerdem eine Erneuerung der Dorfstraße, was allerdings nicht bezuschusst werden würde. Die einfache Dorferneuerung in dem vom Landschaftsarchitekten vorgestellten Entwurf kostet 948 500 Euro. Davon entfallen auf die Sanierung des Schlosses 598 000 Euro.

Zuschuss zugesagt

Als Zuschuss bei einer Verwirklichung des gesamten Vorhabens sind 560 000 Euro zugesagt. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch Maßnahmen an privaten Anwesen finanziell unterstützt. Hans Dorn schlug angesichts der stellenweise unübersichtlichen Straßenführung einen Radweg von Kirchenreinbach nach Etzelwang vor.
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