Ohne Kultur Lichter aus

Die Kultur ist ins Gerede gekommen. Ständig sind Kürzungen in aller Munde. Mit Einsparungen von einigen Hundert Euro wollen manche Stadträte den Haushalt retten. Lothar Höher hat dazu jetzt mal deutliche Worte gefunden.

Ausgangspunkt seiner kleinen Brandrede am Mittwoch im Kultur- und Tourismusbeirat waren die Max-Reger-Tage. Klipp und klar stellte der Bürgermeister fest, dass diese nicht zur Diskussion stünden. Zwar wolle man 2015 etwas sparsamer wirtschaften, dafür zum Jubiläum 2016 (100. Todestag) etwas besonderes auf die Beine stellen. "Es wäre fatal, wenn es die Max-Reger-Tage nicht mehr geben würde."

Eine Bestandsgarantie gab der Bürgermeister trotz Kosten von 7000 Euro auch für die Sommer-Serenaden ab, die "bestbesuchte kulturelle Veranstaltung der Stadt". Er dankte Petra Vorsatz und Sigrid Schneider, auch insgesamt für die Fülle von Veranstaltungen, die im Kulturamt gestemmt würden. Höher betonte, dass nicht nur wirtschaftliche Aspekte zählen dürfen. "Ohne Kultur können wir um 18 Uhr die Bürgersteige hochklappen und die Lichter ausmachen." Dann aber habe man auch wirtschaftlich keine Chance.

Der Bürgermeister sah den Staat in der Pflicht. Er müsse einem Oberzentrum wie Weiden auch die Möglichkeit eröffnen, Aufgaben für die Region zu übernehmen. Bei gleichen Lebensbedingungen müsse auch das kulturelle Umfeld stimmen.

Dann ging's um Zuschüsse. Die Band "Williams Orbit" erhält für die Produktion eines Musikvideos 792 Euro. SPD und Bürgerliste stimmten dagegen. 1500 Euro gehen an "schauspielweiden" für die Theaterproduktion "Henry/Georg/Krieg". Hier war die Bürgerliste nicht einverstanden.
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