Operation Einweihung

Nicht Raumschiff Enterprise, sondern der neue Hybrid-OP stand den Festgästen am Freitag zur Besichtigung offen. Ein Roboter aus der Autoindustrie bewegt das hochmoderne Röntgengerät, das 3D-Aufnahmen im OP ermöglicht. Alle Geräte sind aufeinander abgestimmt oder, wie Chefarzt Dr. Eberhard Müller erklärte: "Der OP-Tisch und die Röntgenanlage kennen sich." Bild: Schönberger
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
07.11.2014
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Drei ultra-moderne OP-Säle: trotzdem kam am Freitag keiner unters Messer. Vielmehr lief die Operation Einweihung - vor den Augen von zahlreichen Festgästen.

Weiden. (ps) Über die Hightech-Ausstattung informierten direkt in den Operationssälen die zuständigen Mediziner. Über Planung, Bau und Kosten hatten in der Feierstunde vorab Vorstand Josef Götz und Landrat Josef Lippert, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Nordoberpfalz AG, im Gang vor dem neuen OP-Bereich berichtet. Hier erteilten die beiden Geistlichen - Pfarrer Hans-Gerd Geiger und Pfarrer Dominik Naujoks - der neuen Einrichtung auch den kirchlichen Segen. Denn "nur mit Gottes Segen kann das Werk gelingen", betonte Götz in der Begrüßung.

Dass das Werk in baulicher und technischer Hinsicht gelungen ist, machten die beiden Redner deutlich. Gefeiert wurde der offizielle Abschluss des 7. Bauabschnittes am Klinikum Weiden. Dazu zählen neben den drei hochmodernen OP-Sälen, in denen bereits erste Operationen gelaufen sind, ein Aufwachbereich mit 14 Plätzen sowie die neue Intensivstation mit 19 Betten. Sie wurde bereits im Januar 2013 in Betrieb genommen. Allein 15,225 Millionen Euro Fördermittel flossen vom Freistaat Bayern in den siebten Bauabschnitt, dankte Lippert.

In der 125-jährigen Geschichte des Weidener Klinikums hätten alle Leiter die medizinische und bauliche Entwicklung vorangetrieben. Mit großem Erfolg: Inzwischen habe die Einrichtung "fast universitäres Niveau" erreicht. In den sieben Bauabschnitten seien fast alle Gebäude des Weidener Klinikums umgebaut, saniert oder aufgestockt worden. Eigentlich werde am Klinikum immer gebaut. "Am Ende werden rund 150 Millionen Euro in die Einrichtung investiert sein. Davon profitieren alle, die ganze Region."

Zeichen stehen auf Zukunft

Dass Mitarbeiter und Patienten die Belastungen durch die ständigen Baumaßnahmen ohne große Klagen hingenommen hätten, beweise "eine hohe Toleranzgrenze", bedankte sich Vorstand Götz. Projektsteuerer Christian Oswald und Architekt Albert Payer hätten einen wesentlichen Beitrag zum gelungenen Werk geleistet. Ebenso Professor Clemens Bulitta von der OTH Weiden. Er sei maßgeblich an der Konzeption der Operationssäle beteiligt gewesen: "Ein erstes greifbares Beispiel der Zusammenarbeit zwischen OTH und Klinikum." Jetzt gelte: "Die Zeichen im OP stehen auf Zukunft", sagte Götz.

Wie futuristisch die Ausstattung der neuen OP-Säle anmutet und welche technischen Raffinessen hier die Arbeit der Ärzte und die Behandlung der Patienten erleichtern, davon konnten sich die Gäste anschließend bei einem Rundgang überzeugen: angetan mit OP-Kittel und Haarschutz. Eine Möglichkeit, die am heutigen Tag der offenen Tür von 14 bis 17 Uhr auch allen interessierten Bürgern offensteht.
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