Operation Pflegenotstand

Am Gesundheitswesen wird regelmäßig herumgedoktert. Geht es nach den "Linken", braucht es zuerst ein Rezept gegen den Pflegenotstand. Bild: hfz

Immer mehr pflegebedürftige Menschen treffen auf immer weniger Pfleger: Deshalb trafen die Weidener nun auf Krankenhausbetten in der Fußgängerzone.

Sie sind eine Art Kunstinstallation im öffentlichen Raum: die vier Krankenhausbetten, die da auf dem Oberen Markt stehen. Daneben sind Parkuhren platziert. Mit ihnen will die Partei "Die Linke" vor dem Pflegenotstand überall im Land warnen und zu einer besseren Personalausstattung im Gesundheitswesen aufrufen.

Er treffe aber nicht nur die Patienten mit voller Wucht. Auch Beschäftigte im Gesundheitswesen seien wegen der massiven Arbeitsbelastung in Krankenhäusern und in Pflegeberufen schwer überlastet. "Laut dem aktuellen Pflege-Check der Gewerkschaft Verdi fehlen 21 000 Stellen in den bayerischen Krankenhäusern, davon über 10 000 in der Pflege", sagt Christian Weidner, Linken-Kreisvorsitzender, jedem Bürger, der sich näher an die Betten und den Parteistand herantraut.

Viele kommunale Träger seien an der finanziellen Belastungsgrenze angelangt. Nachdem die Staatsregierung die Krankenhausförderung immer weiter gekürzt habe, mussten binnen zehn Jahren bereits 31 Krankenhäuser in Bayern schließen. Weitere stünden auf der Kippe, warnt Weidner: "Deshalb setzen wir uns für die Erhöhung der Krankenhausförderung durch den Freistaat um 100 Millionen auf 600 Millionen Euro pro Jahr ein. Das entlastet Kommunen spürbar und schafft Spielraum für die Einstellung von Pflegepersonal."
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