Orchester lässt Kirche beben

Das Musikschulorchester aus dem tschechischen Plasy konzertierte in der evangelischen Katharinenkirche in Thansüß. Bild: hfz

"So etwas Grandioses hat diese Kirche in ihrer langjährigen Geschichte noch nicht gehört." Überschwänglich fiel das Fazit von Chorleiter Heinrich Müller nach einem Orchesterkonzert aus, das die Musikschule aus dem tschechischen Plasy in der evangelischen Katharinenkirche in Thansüß gab.

Das Musikschulorchester unter Leitung von Milan Kusa, selber Absolvent des Konservatorium Pilsen und Trompeter am Stadttheater in Pilsen, war mit 30 Musikern und 20 Begleitpersonen in die Oberpfalz gekommen. Es erwiderte damit ein Kirchenkonzert, das der evangelische Posaunenchor Thansüß in Potvorov gegeben hatte. Zudem pflegt Chorleiter Heinrich Müller schon seit elf Jahren einen regen Schüleraustausch mit der Fachoberschule in Plasy.

In Thansüß wurden die Gäste vom evangelischen Posaunenchor mit zwei Bläserstücken begrüßt. Auch Bürgermeister Norbert Bücherl sprach einige Worte. Die Mitglieder des Posaunenchores sorgten für Essen und Getränke. Auf dem Massenrichter Aussichtsturm und bei einer Wanderung entlang des neuen Geo-Pfades erfuhren die Besucher Wissenwertes über die geologischen Verhältnisse der Region. Nach Probe und Abendessen im Schützenheim riefen die Glocken zum Konzert in der Kirche.

Schon mit dem ersten Stück zeigten die tschechischen Musiker ihre Klasse. Rhythmisch äußerst exakt, variabel in der Lautstärke, zurücknehmend bei Soloeinsätzen der Trompeten und Querflöten, getragen im Piano oder auffordernd im Forte brachten die Interpreten die Kirche schier zum Beben.Tereza Pohankova trug zudem zusammen mit ihrer Musiklehrerin in zurückhaltender Art und unter Begleitung des Orchesters drei Musikstücke vor. Stehende Ovationen waren der Lohn nach dem letzten Stück, auf das noch zwei Zugaben folgten.

Bürgermeister Norbert Bücherl überreichte dem Orchester eine Spende. Jana Forster hatte, wie schon beim Besuch des Posaunenchores in Plasy, alle Dolmetscheraufgaben und die Ansagen während des Konzertes übernommen. Beide Chöre bedanken sich bei ihr mit jeweils einem Blumengruß. Alle Besucher und die Musiker waren anschließend zu einem Umtrunk in das Schützenheim eingeladen.
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