"Original Kapelle Egerland" begeistert Publikum in Max-Reger-Halle - Zugabe nach furiosem Finale
Auftakt mit "Jubelklängen"

Edi Sagert übernahm 2003 die Leitung der "Original Kapelle Egerland" und verfasst viele der Musikstücke selbst, mit denen das Orchester die Zuhörer begeistert. Bild: hcz
Weiden. (hcz) Deutschlands traditionsreichstes Egerland-Ensemble gastierte am Sonntagabend vor gut 400 Zuhörern in der Max-Reger-Halle. Die 1946 gegründete "Original Kapelle Egerland" hat sich der traditionellen Egerländer Musik verschrieben, was für die 20 Musiker bedeutet, Altes zu bewahren, aber auch stets Neues hinzuzufügen. Edi Sagert, der vor 30 Jahren als Flügelhornist bei der Kapelle anfing, übernahm 2003 die Leitung. Dem "Egerländer Liedermacher", wie er sich selbst nennt, gelingt es in fantastischer Weise, den Charakter des Orchesters als Egerländer Blasmusikkapelle zu bewahren und doch, dank eigener Komposition und Bearbeitung bekannter Titel, es neu zu prägen.

In zweieinhalb Stunden bekamen die Gäste 18 Märsche, Polkas und Lieder - die meisten aus Sagerts Feder, zumindest aber von ihm bearbeitet - zu hören. Mit "Jubelklängen" begann das Konzert. Es folgten "Rendezvous im Egerland", der Walzer "Mainspaziergang" und "Der Rumtreiber". In feschem Dirndl trat bei "Egerländer Blasmusik" Karin Sagert zu ihrem Gatten und sang mit ihm zusammen das Marschlied. Die Musiker der Kapelle kommen aus ganz Deutschland. Die meisten von ihnen sind Berufsmusiker. Sagert kommt aus dem Spessart und ist Trompeter beim Polizeiorchester Mainz. In der Oberpfalz gastierte die "Original Kapelle Egerland" vorher erst zwei Mal: vor zwei Jahren in Amberg und in Neunburg vorm Wald. Aus Diesfurt stammt jedoch ein Mitglied der Truppe. Werner Schreml, der normalerweise das Tenorhorn spielt, hatte in der Max-Reger-Halle quasi ein "Heimspiel". Er durfte die "Bravourpolka" als Solist mit Posaune und Bariton intonieren.

Für ein ehemaliges Mitglied der Kapelle, Christian Ziegler, seit kurzem Bürgermeister von Fensterbach, änderte Sagert den Titel der Polka "Jahrgang 61" - seines Geburtsjahrgangs - in "Jahrgang 67". Eine Hommage an den 1999 verstorbenen Ernst Mosch, der früher bei der "Original Kapelle Egerland" dabei gewesen war und sich 1956 selbstständig gemacht hatte, war das Potpouri "Ernst genommen". Langanhaltenden Applaus nach einem furiosen Finale belohnten die Musiker mit der Zugabe "Hoch Heidecksburg".
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