Orte sollen zusammenwachsen

Obwohl die Gebietsreform in den siebziger Jahren schon lange zurück liegt, das Zusammenwachsen von früher selbstständigen Gemeinden ist anscheinend noch nicht überall gelungen.

Dies war einer der Punkte der Bürgerversammlung im Gasthaus Goldener Stern. Vorher hatte Bürgermeisterin Brigitte Bachmann über den Stand der Gemeindekasse und Investitionen berichtet. Sie nannte auch gleich den Termin für eine weitere Bürgerversammlung am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr in der Pension Anni in Schwend.

Staatliche Zuschüsse

"2014 hat die Gemeinde rund 560 000 Euro investiert", teilte Bachmann mit. Im Jahr 2015 belief sich die Summe bis Oktober auf 450 000 Euro, wobei von diesen Zahlen staatliche Zuschüsse abgezogen werden müssen. Bei den Kindergärten verbleiben im Abrechnungszeitraum 2015 nach Abzug staatlicher Fördermittel 115 000 Euro Kosten für die Gemeinde. In Fürnried sind 23 und in Schwend 29 Kinder (ohne Gastkinder) untergebracht. Zwischen Gemeinde und Schule, die 2015/16 sieben Klassen unterrichtet, habe es immer eine angenehme Zusammenarbeit gegeben, erklärte Bachmann. "Leider wird im nächsten Schuljahr der Hauptschulverband Birgland/Illschwang aufgelöst."

Busse: Bessere Verteilung

Bei der Schulbusbeförderung nach Sulzbach-Rosenberg sollte eine bessere Verteilung auf die vier Busse angestrebt werden, denn die jetzige Situation - auf der einen Seite überfüllte Fahrzeuge, dann aber auch freie Sitzplätze in anderen Bussen - das sei nicht optimal.

Was die Geburten betreffe, so habe die Gemeinde Birgland gegenüber Illschwang 2015 einen Nachholbedarf, was sich aber vielleicht noch ändere, hoffte die Bürgermeisterin erwartungsvoll. "Dies ist für die Zukunft der Schule wichtig, denn nur mit mehr Kindern kann eine schulische Einrichtung gehalten werden."

Aber nicht nur Ausgaben gab es, sondern es wurden auch Einnahmen verbucht. So betrug 2014 die Gewerbesteuer 170 000 Euro und durch den Verkauf der meisten Baugrundstücke im Gebiet Häuselstein kamen 150 000 Euro herein. Die Pro-Kopf-Verschuldung sei zwar zwischen 2013 und 2014 von 2166 auf 2184 Euro gestiegen, zum Ende 2015 werde dieser aber voraussichtlich bei 2124 Euro liegen.

Anonyme Bestattung

Die anonyme Bestattung, die bisher in Poppberg bereits möglich war, wird auf den Friedhof in Schwend ausgeweitet. Für die Feuerwehren wurde bezüglich der Aufwendungen und dem Kostenersatz eine neue Satzung erlassen.

Dasselbe gilt für die Anpassung der Beitrags-, Gebühren- und Entwässerungssatzung. Der Straßenausbau erfolge nach einer Dringlichkeitsliste und für den Weiher Lichtenegg wurde beim Landschaftspflegeverband ein Zuschuss beantragt, informierte Bachmann die Bürger.

Das weitere Zusammenwachsen der verschiedenen Ortsteile liegt der Birglandbürgermeisterin am Herzen. Um diesem Ziel näherzukommen, sollte jedes einzelne Dorf seine Stärken und Schwächen und die Gemeinsamkeiten mit anderen Ortsteilen herausarbeiten, ermunterte Bachmann. "Oft ist es so, dass auswärts kaum jemand das Birgland kennt, oder weiß, wo es liegt. Mit einer gemeinsamen Identität kann dies aber geändert werden."

Bilder für die Homepage

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich der eine oder andere Ortsteil in der Gemeinde unterrepräsentiert fühlt und dass dies verbessert werden sollte. Mit Bildern aus den verschiedenen Dörfern für die Homepage der Gemeinde sollte dem entgegengewirkt werden.
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