OTH: Mit Köpfchen aus China

Kluge Köpfe von der Universität aus Shanghai gastierten für vier Wochen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule, forschten im Bereich Medizintechnik und schlossen Freundschaften mit hiesigen Studenten. Die Kontakte sollen weiter ausgebaut werden, sagte Dekan Professor Dr. Franz Magerl (hinten, Zweiter von rechts), der mit OTH-Professort Burkhard Stolz (hinten, Mitte) die Gäste aus China verabschiedet hat. Bild: sbü

Die Ostbayerische Technische Hochschule hat Beziehungen. Und das bis an die Universität nach Shanghai. Von dort kamen bereits zum zweiten Mal chinesische Studenten für vier Wochen nach Weiden. Summer-School nennt die OTH diese Veranstaltungsreihe, von der Studenten hier und die Medizintechnik profitieren.

(sbü) Die Idee hätte einen Preis verdient. Da gibt es rund 20 Studenten des Fachs "Internationales Technologie-Management" an der OTH in Weiden mit dem Wahlfach Chinesische Sprache. 8 davon haben sich freiwillig gemeldet. Ihnen kam es mehr als gelegen, dass jetzt schon zum zweiten Mal eine Gruppe chinesischer Studenten und ihre Lehrer einen vierwöchigen Studienaufenthalt an der OTH in Weiden verbrachten. Mentorenprogramm nennen die Organisatoren diese "Eins-zu-Eins-Betreuung", durch die sich alle besser kennenlernen, sich unterstützen, gemeinsam Kultur erleben, Freizeit gestalten - und an medizintechnischen Aufgaben arbeiten.

"Für die Studenten waren die vier Wochen eine einzigartige Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse anzuwenden und die kulturellen Besonderheiten der Partner zu verstehen", sagte Dekan Professor Dr. Franz Magerl. Er hatte federführend die Organisation des Studienaufenthalts übernommen. Zahlreiche internationale Freundschaften waren geschlossen worden, berichtete Magerl. Der Besuch der chinesischen Delegation sei auch schon durch persönlichen E-Mail-Austausch vorbereitet worden. So sei es leichter gewesen, an die Kontakte in Deutschland anzuknüpfen.

Für die chinesischen Studenten ging es in der Summer-School fachlich vorrangig um Medizintechnik in Deutschland. Schließlich studieren sie an der Shanghai-Universität am medizintechnischen College. Für sie wurde eigens eine Vorlesungsreihe in englischer Sprache eingerichtet. Die Vorlesungen betrafen die Schwerpunkte der Medizintechnik-Bereiche, in denen in Weiden gelehrt und geforscht wird. Zum Beispiel bildunterstützende Operationstechniken, Dentaltechnik mit Schwerpunkt "Kauapparat", "Computer Aided Engineering" und die sogenannte "Point-of-Care-Diagnostik und molekulare Diagnostik". Neben den Vorlesungen arbeiteten die chinesischen Studenten in den Laboratorien im Weidener Technologie-Campus. Am Ende der vier Wochen präsentierten sie auch eigene Projektarbeiten.

Viele gemeinsame Ausflüge haben die deutschen Studenten mit ihren Besuchern aus China unternommen. Es ging etwa nach Nürnberg, zum Monte Kaolino nach Hirschau, zum Bowlen und Altstadt-Gucken, verriet Professor Magerl.

Bei der Verabschiedung vereinbarten beide Seiten, die Kooperation zwischen der OTH und der Universität Shanghai weiter auszubauen. Im nächsten Schritt werden zwei Studierende der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen bei "Siemens Healthcare Clinical Products" in Shanghai ein von Lehrkräften der OTH-Partneruniversität betreutes Praktikum absolvieren und auch eine Abschlussarbeit darüber verfassen. Geplant werden gegenseitige Gastvorlesungen und sogar gemeinsame Forschungsvorhaben.
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