Paul Vallely zeichnet Franziskus Weg vom Reaktionär zum Revolutionär nach
Der erste Jesuitenpapst

Foto aus HUP-Import
In wenigen Tagen bei der Familiensynode geht der Kampf um Rom in eine weitere Runde. Bei diesem Kampf geht es nicht nur um überfällige Modernisierung der Kurie. Es geht auch darum "die theologische Restauration des römischen Zentralismus" wie Kardinal Walter Kasper schon als Bischof geklagt hatte, umzukehren. Im Zentrum dieser Auseinandersetzungen steht der erste Jesuitenpapst Franziskus.

Auch das Oberhaupt der katholischen Kirche beklagt: "Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen." Also hat der Argentinier die Bischofsynode nicht nur beim Thema Familienseelsorge gegen den Vatikan in Stellung gebrachte. Doch wer ist dieser Jorge Mario Bergoglio, der seit dem 13. März 2013 auf dem Stuhl Petri sitzt? Diese Frage beantwortet der britische Autor Paul Vallely, dessen Buch "Papst Franziskus" endlich auf Deutsch erschienen ist.

Der Journalist arbeitet heraus, dass sich Bergolio erst im Laufe seines Lebens vom konservativen Priester und Jesuiten zu jenem weltoffenen Menschen entwickelt habe, der er heute ist. Diese Wandlungen vollzog der heutige Papst nach Einschätzung von Zeitgenossen, die Vallely zitiert, in seiner Zeit als Bischof und Erzbischof von Buenos Aires. Dazu trug der regelmäßig Kontakt mit den Armen in den Slums seiner Heimat ebenso bei, wie ein wachsendes Verständnis für die Befreiungstheologie, hebt Vallely in seinem Buch hervor.

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Paul Vallely: Papst Franziskus. Vom Reaktionär zum Revolutionär. Theiss-Verlag 2014, 24,95 Euro
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