Perchten suchen wieder den Christkindlmarkt heim
Mit Fratzen und lautem Gebimmel

Keine Angst vor den Perchten haben diese beiden Frauen. Bild: Kunz
Fratzen, Hörner, Kuhglocken: Die Perchten suchten am Donnerstagabend wieder einmal den Weidener Christkindlmarkt heim. Trotz furchterregender Gestalten hatte keiner Angst vor den guten und bösen Wintergeistern, die mit ihrem ohrenbetäubenden Gebimmel kamen, um den Winter auszutreiben. Einen Winter, auf den die Christkindlmarkt-Besucher sehnlichst warten.

Mit rotem Feuer

Das war vielleicht die einzige Angst der Leute, dass der Winter und in seinem Gefolge der Schnee, jetzt erst gar nicht kommen werde.

Die Perchten kamen mit rotem Feuer über den Oberen Markt und fielen dann mit ihren Peitschen aus Pferdeschweif über die Passanten her. Unter ihnen waren auch der Heilige Nikolaus und seine Engel, die Mandarinen unters Volk verteilten.

"Wuide Dragn"

Unter den haarigen Kostümen und schrecklichen Masken steckten Mitglieder des Regensburger Brauchtumsvereins "Wuide Dragn", die seit Jahren den alpenländischen Brauch in der Oberpfalz und Niederbayern am Leben halten.

Das Perchtenlaufen geht auf einen heidnischen Brauch zurück und wird im Volksmund bisweilen als glücksbringendes Omen hochgehalten. Am Ende gab's Glühwein für die haarigen Gesellen.
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