Plädoyers auf nach Ostern verschoben

(ca) Staatsanwalt Hans-Jürgen Schnappauf hätte am Dienstag im Betrugsprozess gegen Wolfgang S. sein Plädoyer halten sollen. Dazu kam es nicht. Die Verteidiger Helmut Miek und Jörg Jendricke stellten eine Flut an Anträgen. Darüber muss entschieden werden. Ein Urteil wird damit erst nach Ostern fallen. Vorsitzender Richter Walter Leupold setzte nach dem 11. März als weitere Termine den 7., 8., 15. und 17. April an.

Konkret handelte es sich am Dienstag um sechs Beweisanträge (weitere Zeugen, die Auswertung einer Festplatte etc.), die Ablehnung von Leupold sowie einen Antrag auf Aussetzung. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden all diese Anträge abgelehnt. Nach 43 Prozesstagen geht es dabei ohnehin kaum mehr um Wahrheitssuche. Anwälte verfolgen damit eher das taktische Ziel, das Gericht zu Verfahrensfehlern für eine mögliche Revision zu verleiten.

Wolfgang S. wird vorgeworfen, Geldgeber um mindestens zehn Millionen Euro betrogen zu haben. Seit 18. April 2013 sitzt der Wahl-Mallorquiner in Untersuchungshaft in Weiden. Ende April wird er 69 Jahre alt.
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