Pläne für "Kunstkaufhaus"

Willkommen im Vorstand: Irene Fritz freut sich über die neuen Beisitzerinnen Ramona Pollakowski (links) und Susanne Rösch (rechts). Bild: Otto

Attraktiver für junge Mitglieder und Künstler, mehr moderne Ausdrucksformen wie Fotografie oder Videoinstallationen: Der Oberpfälzer Kunstverein (OKV) mit seiner Vorsitzenden Irene Fritz richtet den Blick in die Zukunft. Ein erster Schritt erfolgte bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag.

Ein Blick in die jüngste Vergangenheit des Vereins zeigt allerdings: Schon das Ausstellungsprogramm 2015 ist alles andere als altbacken. Im April beispielsweise habe man sich an "Berauschende Schönheiten und andere Stücke" im Pilsener Haus der Musik beteiligt, berichtete die Vorsitzende. Hier sei bayerisch-böhmische Lebensart mit den Mitteln der Kunst verbunden worden - unter anderem mit den "Hopfenlandschaften" von Grafikers Otto Dünne.

"Gemeinsame Wege"

Ein Höhepunkt im Kulturkalender der Weidener sei abermals die Pfingstausstellung des Oberpfälzer Kunstvereins mit 120 Bildern gewesen. Etwa 50 Künstler, darunter Gäste aus Annaberg-Buchholz hätten mit ihren Werken viele Besucher angezogen. Bereits im Juni geht es weiter mit einer Skulpturenausstellung in der Augustinerkirche. Gezeigt wird hier unter dem Titel "Nachbarschaften" ein breites Spektrum von Skulpturen - auch unter der Beteiligung von Künstlern aus Annaberg-Buchholz. Ab Ende Juni werden unter der Überschrift "Gemeinsame Wege" Werke von OKV-Künstlern im tschechischen Klatovy zu sehen sein. Im August geht es erneut nach Pilsen, wo bildende Kunst außerhalb der Ausstellungssäle vorgestellt werden soll. Bei "Farbe auf der Straße" stellen bildende Künstler aus der Tschechischen Republik, aber auch aus Deutschland, Finnland, der Slowakei und Österreich großformatige Gemälde an der Burgmauer aus.

Im Oktober richtet sich der Blick wieder nach Annaberg-Buchholz, wenn die Städtepartnerschaft mit Weiden gefeiert wird - mit einer gemeinsamen Ausstellung von Künstlern aus beiden Städten im Erzhammer. Außerdem plant man parallel eine Kunstaktion der experimentellen Art im leerstehenden Annaberger Jugendstil-Stadtbad. Hier sollen Kunstkabinen zu begehbaren Installationen werden.

Räume in "Stadtgalerie"

Zum Jahresende - November, Dezember - fasse der Verein die Eröffnung eines "Kunstkaufhauses" ins Auge, kündigte Irene Fritz an. In einem leerstehenden Innenstadtgebäude sollen die Besucher ausgesuchte Arbeiten von OKV-Künstlern erstehen können. Auch in Planung, aber noch nicht konkret: Die geplante "Stadtgalerie" könnte bald eine große Rolle im Oberpfälzer Kunstbetrieb spielen. Dort will der Investor dem Kunstverein Weiden und dem Oberpfälzer Kunstverein auf über 600 Quadratmetern im Erdgeschoss Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Mit Ramona Pollakowski und Susanne Rösch wählte die Versammlung zwei junge Mitglieder zu Beisitzerinnen.
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