Planspiel Politik: Gymnasiasten diskutieren über fiktive Gesetzesentwürfe
Alkoholverbot in der Diskussion

Ein gewisser Dresscode gehört dazu: Die Schüler haben sich bei der Planspiel-Landtagssitzung sichtlich in Schale geworfen. Bild: Steinbacher
Wie funktioniert Demokratie? Warum ist sie wichtig? Und: Kann man den Ministerpräsidenten eigentlich stürzen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die rund 50 Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufen von Elly-Heuss- und Augustinus-Gymnasium beim Planspiel Politik 2015.

Zum siebten Mal in Folge organisierte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend diesen Tag für interessierte Schüler. Thema: Gesetze im Landtag. Als Landtagsgebäude diente das evangelische Vereinshaus. Nachdem die Schüler sich in Fraktionssitzungen aufgeteilt und ihre Meinungen zusammengetragen hatten, kämpften sie bei der Landtagssitzung mit Gesetzesentwürfen. Diskutiert wurden die Einführung einer Schuluniform, die Absenkung des Wahlalters, die Ehrenamtsförderung sowie ein Gesetz zur Alkoholprävention.

"Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, sehr geehrte Ministerpräsidentin, sehr geehrte Ministerinnen und Minister," begannen die Schüler ihre Argumentation. "Es wird eine rauschfreie Gesellschaft angestrebt. Denken Sie nur an die 600 000 Gewaltdelikte im Jahr, die auf den Alkoholkonsum zurückzuführen sind", äußerte ein Vertreter der Umweltbewusst-Nachhaltigen Verbindung zum Thema Alkoholverbot in Bayern. Daraufhin ein Mitglied der Union des Bayerischen Volkes: "Bayern - da gehört das Bier dazu wie beim Fußball der Ball. Was wäre ein Oktoberfest nur ohne Bier?"

Anfangs noch zögerlich, blühten die Schüler in ihrer Rolle mehr und mehr auf und führten intensive Diskussionen. Auch die Ministerpräsidentin, die Bildungsministerin und der Wirtschaftsminister durften nicht fehlen. Ziel der Sitzung war ein plausibles und vernünftiges Gesetz, das im Einklang mit dem Grundgesetz steht. "Wir wollen das Verantwortungsbewusstsein der Schüler stärken. Viele von ihnen sind bald volljährig und wissen nicht, wie Gesetze zustande kommen und wie Demokratie funktioniert", sagte Thomas Adonie, Vorstand des Arbeitskreises Planspiel des BDKJ.
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