Plus bei Arbeitsplätzen

Rückenwind für die Erschließung neuer Gewerbegebiete: Beim Zugewinn von Arbeitsplätzen liegt Weiden über dem bayerischen Durchschnitt. Auch Amberg kann da nicht mithalten. Im Gegensatz zum Landkreis Neustadt.

(sbü) Mit der Erfolgsmeldung wartet Cornelia Fehlner, die Wirtschaftsförderin der Stadt Weiden, zusammen mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß auf: Nach den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für März 2014 ist innerhalb eines Jahres die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer in Weiden kräftig gewachsen. 610 zusätzliche Beschäftigte (2,4 Prozent) rechnet die Statistik aus.

Amberg als Stadt mit fast identischer Einwohnerzahl kommt mit plus 350 Beschäftigten nur auf etwas mehr als die Hälfte des Weidener Ergebnisses. Und auch der bayerische Durchschnitt liegt mit plus 2,2 niedriger. Nur der Landkreis Neustadt/WN hat mit plus 2,7 Prozent noch etwas besser als Weiden abgeschnitten. 26 400 Arbeitsplätze sind es insgesamt in Weiden, 25 100 in Amberg.

Auch darauf, wer für die Arbeitsplatzgewinne in Weiden gesorgt hat, gibt die Statistik der BA eine Antwort. Weiden hat demnach seine dominierende Stellung als Handels-und Dienstleistungszentrum weiter ausgebaut können. Um 344 sozialversicherungspflichtige Arbeitplätze (fast 5 Prozent) wuchs im Stadtgebiet die Beschäftigtenzahl der Gruppe Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Über 7200 Arbeitnehmer sind jetzt dort in Vollzeit oder Teilzeit beschäftigt - annähernd 30 Prozent aller.

80 Prozent Dienstleister

Im gesamten Dienstleistungsbereich sind in Weiden jetzt fast 79 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigt. Die Stadt Amberg kommt bei dieser Betrachtung nur auf knapp 57 Prozent. Einen kräftigen Sprung nach oben machte auch die Beschäftigtenzahl in den Heimen und im Sozialwesen mit 145 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Dort sind jetzt schon über 1300 Arbeitnehmer im Einsatz. Mit knapp 3100 Beschäftigten blieb im Gesundheitswesen, also vor allem bei Kliniken und Ärzten, der Personalstand annähernd konstant. Die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer liegt zwischenzeitlich in Weiden mit plus 51 nahe an der 1000er-Grenze. Einziger Verlustbereich war die Gruppe "Information und Kommunikation" mit einem Rückgang um 114 Arbeitsplätze auf nur noch 626.

Auch andere Antworten gibt die neueste BA-Statistik für Weiden. Zum Beispiel, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung prozentual deutlich stärker zugenommen hat als die "geringfügig entlohnte Beschäftigung" (plus 1,3 Prozent). Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten wuchs um 5,8 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten nur um 1,3 Prozent. Und dass der Arbeitsmarkt auch ausländische Arbeitnehmer gerne aufnimmt, ist aus den 281 zusätzlich beschäftigten ausländischen Arbeitnehmern zu ersehen.

Allerdings ist der Ausländeranteil unter Weidens Arbeitnehmer mit 5,7 Prozent nach wie vor fast nur halb so hoch wie im bayerischen Durchschnitt. Weniger junge, dafür immer mehr ältere Arbeitnehmer gibt es auch in Weiden. Während die Zahl der 15 bis 24-Jährigen um 77 oder 2 Prozent zurückging, wuchs die Gruppe der 50- bis unter 65-Jährigen sogar um 564 oder mehr als 8 Prozent.
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