Pokal als Vorgeschmack

Der Weidener SV-Torwart Vladimir Srajer (hinten) hatte jede Menge zu tun. Die Oberpfälzer schieden im Pokal gegen den SV Krefeld aus. (Bild: G. Büttner)

Das erste Pflichtspiel der Saison geht zwar verloren, doch es gibt schon ein paar Punkte, die Gerhard Wodarz, Trainer der Wasserballer des SV Weiden, durchaus optimistisch in die Zukunft blicken lassen.

Die Generalprobe in Weiden misslang und die Überraschung in der Thermenwelt blieb aus. Die Wasserballer des SV Weiden verloren ihr erstes Heimspiel der Saison in der zweiten Runde des Deutschen Wasserball-Pokals mit 10:15 (3:3, 3:5, 4:3, 0:4) gegen SV Krefeld 72 nach einer hart umkämpften Partie. Bis zum Ende des dritten Viertels (10:11) war das Match absolut ausgeglichen, ehe die stark dezimierten Hausherren im letzten Abschnitt einbrachen.

Noch drei Wochen

Die zweite Runde des Pokals bedeutet zwar diesmal auch die Endstation für die Oberpfälzer, doch sie gewannen viele, für die letzten drei Vorbereitungswochen, sicherlich hilfreiche Erkenntnisse. Das Wichtigste scheint die Kampfmoral der Truppe zu sein, denn die Wodarz-Schützlinge steckten in keiner Phase des Spiels auf und erwiesen sich als geschlossene und disziplinierte Truppe. Letztendlich war die mangelhafte, aber teils auch unglückliche Chancenausbeute sowie die massive Foulbelastung der Max-Reger-Städter für die insgesamt gesehen gerechte Niederlage verantwortlich.

Der SV Weiden ging durch Stefan Kick schnell in Führung, doch die Gäste konterten rasch und lagen mit 3:1 vorne. Weiden sammelte sich, Sean Ryder traf zum 2:3 in Überzahl und Thomas Aigner glich mir einer sehenswerten Bogenlampe zum 3:3 aus. Im zweiten Abschnitt lief es für die Blau-Weißen aus Krefeld immer besser und sie konnten sich erstmals etwas absetzen. Doch die Weidener dachten gar nicht daran, das Spiel schon zur Halbzeit aufzugeben. Sie legten, angepeitscht durch die lautstarken Fans, eine Aufholjagd hin und kamen zum Ende dritten Viertels auf 10:11 heran. Den Anschlusstreffer erzielte wieder Aigner mit einer Kopie des Treffers im ersten Viertel. Die Halle kochte und es war ein kampfbetontes Match auf beiden Seiten, das allerdings mehr Opfer auf der Heimseite kostete. Drei Stützen der Weidener Verteidigung beendeten das Spiel nicht: Stefan Kick, Andreas Jahn und später Thomas Kick wurden vorzeitig mit je drei persönlichen Fehlern des Wassers verwiesen. Die angriffslustige Gäste konnten sich innerhalb wenig Minuten uneinholbar absetzten und gewannen mit 10:15.

"Munteres Spielchen"

"Das war ein munteres Spielchen, in dem uns ein bisschen Glück gefällt hat. Wir haben aber ganz gut dagegen gehalten und mussten erst im letzten Viertel, mangels Verteidiger im Becken, das Spiel aus der Hand geben. Mit einer besseren Chancenausbeute hätte es vielleicht nicht so weit kommen müssen, aber es kam wie es eben kam. Kampfgeist und konditionelle Verfassung passen schon ganz gut, jetzt müssen wir weiterarbeiten, um besser in die Liga zu starten", sagte Trainer Gerhard Wodarz

SV Krefeld 72 bleibt nach Einschätzung der Weidener auf jeden Fall ein Favorit in der DWL-Gruppe B und wird die besten Chancen haben, erstmalig in der Vereinsgeschichte die A-Gruppe zu erreichen.

Für die Weidener beginnt die DWL-Saison, aufgrund einer Spielverlegung erst am 8. November und dies gleich beim Krefelder SV 72. Am 15. November geht es zum Mitfavoriten OSC Potsdam und am 22.November bekommt es der SV Weiden im ersten Heimspiel mit dem erstarkten SVV Plauen zu tun.
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