Polizei schreitet nach Saufgelage in Beisein von 11-Jährigem ein
Freund dreht durch

"Wie im Krimi" kamen sich die Beamten vor. So jedenfalls lautet die Überschrift zum Polizeibericht nach einem Vorfall in der Nacht zum Donnerstag. Da hatte ein 25-Jähriger die Gesetzeshüter alarmiert, weil in seiner Wohnung ein Freund durchdrehe. Dieser Freund, ein 31-Jähriger, ist den Polizisten schon seit Langem bekannt - sie machten sich auf den Weg. Noch während der Fahrt ereilte sie ein zweiter Anruf: Jetzt laufe auch noch eine blutende Frau durchs Treppenhaus. Vor dem Tatort - einem Mehrfamilienhaus in der Kneippstraße trafen die Beamten den 31-Jährigen, der nicht gerade in friedlicher Stimmung war: Erst zeigte er sich laut Bericht den Beamten gegenüber aggressiv, dann wollte er auch noch auf den 25-Jährigen losgehen. Die Polizisten überwältigten ihn schließlich und nahmen ihn in Gewahrsam, wobei eine Gartenmauer beschädigt wurde. Erst dann, so die Beamten, "war ein Gespräch mit den weiteren Beteiligten möglich".

Diese Beteiligten waren der 25-jährige Wohnungsinhaber, seine Freundin - und die Lebensgefährtin des 31-Jährigen mit ihrem Sohn (11). Wie sich herausstellte, "hatte sich das Quartett im Beisein des Kindes zu einem Saufgelage getroffen, bei dem auch Betäubungsmittel konsumiert wurden". Ein Streit entwickelte sich, wobei die Freundin des 25-Jährigen eine blutende Wunde am Finger erlitt. Als dann der Notarzt gerufen werden sollte, rastete der 31-Jährige aus, schlug auf die anderen drei ein. Erst nach und nach beruhigte sich die Stimmung - am Ende so sehr, dass keiner Anzeige erstatten wollte. Folgen könnte das Ganze dennoch haben. Denn die Polizei wird das Jugendamt über den Vorfall informieren. Auch die Regulierung des Schadens an der Mauer steht noch aus.
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