Polizisten unterrichten Schüler

Es geht um Zivilcourage. 15 Jugendliche der 8. Klassen der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule beweisen diese. Sie lassen sich zu Schulwegbegleitern, oder wie sie sagen "Schoolguards" ausbilden.

"Es ist schon etwas Besonderes, dass zwei Polizeibehörden zusammen unterrichten", stellte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Weiden fest. Erster Polizeihauptkommissar Roland Ast steht zur der ersten Unterrichtseinheit vor 15 Schülern der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule. Sie sollen zu Schulwegbegleitern oder "Schoolguards" ausgebildet werden. Dafür verantwortlich sind Polizeioberkommissar Willi Fritz (PI) und Polizeikommissar Markus Frischholz (Bundespolizei).

Seit Jahren gibt es dieses Präventionsprojekt. Initiiert von der PI Weiden und der Bundespolizeiinspektion (BPOLI) Waidhaus erklären sich Jahr für Jahr Schülerinnen und Schüler bereit, für mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu sorgen. Hauptkommissar Ast sagt dazu, dass sich Schulwegbegleiter nicht in Gefahr begeben sollen, sondern durch die Schulung andere, neue Wege aufgezeigt bekommen.

Im Mittelpunkt dieses einmaligen Projekts steht das Thema Zivilcourage. Dabei steht der Kernsatz "Wie reagiert ein Schulwegbegleiter, wenn es auf dem Weg zur Schule in Bus oder Zug zu Konflikten kommt?" im Vordergrund.

Die engagierten Jugendlichen lernen, Probleme rechtzeitig zu erkennen und deeskalierend auf die jeweilige Situation zu reagieren. Rollenspiele in Bus und Bahn und Selbstbehauptungstraining, eine Art Selbstverteidigung ohne körperlichen Einsatz, sondern nur mit Gesten, Gesichtsausdruck und Stimme, runden das Ausbildungsprogramm ab.
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