Prämie nicht verschenken

Direktor Siegfried Kiener (Zweiter von rechts) appellierte an die Landwirte, Flächenprämien nicht zu verschenken. Auch BBV-Geschäftsführer Hans Winter, Kreisbäuerin Christa Kick, Petra Hager vom Ehemaligenverband der HLS, BBV-Kreisobmann Josef Fütterer, Fachberater Josef Völkl, Dr. Siegfried Kiener und stellvertretender BBV-Kreisobmann Karl Bäumler (von links) nahmen an der Tagung teil. Bild: Dobmeier

Die Zeit drängt: Über die Hälfte der rund 1750 Mehrfachanträge auf die neue Prämie für landwirtschaftliche Flächen fehlen noch. Wer die Unterstützung erhalten will, sollte sich sputen, rät das Landwirtschaftsamt.

Weiden. (rdo) Bereits am 15. Mai endet die Antragsfrist für die neuen Prämien, die aufgrund der EU-Agrarreform gewährt werden. Eine Verlängerung sei nicht möglich, warnte Landwirtschaftdirektor Dr. Siegfried Kiener bei der Ortsobmännertagung des BBV-Kreisverbandes Weiden-Neustadt/WN. Er appellierte an die Landwirte, die Mehrfachanträge zu stellen und empfahl die umgehende Eingabe über das Internetportal iBalis zu Hause. Falls die Internetverbindung zu langsam sei, könne die Antragstellung über das Amt für Landwirtschaft und Forsten erfolgen, über den Maschinenring oder den K + S-Landservice.

Es gehe um die Direktzahlungen von Basis-, Greening- und Umverteilungs-Prämie sowie die Junglandwirte-Prämie. Über eine integrierte GIS-Anwendung in der Feldstückkarte Bayern könne dabei unter anderem die Lage und Abgrenzung von Feldstücken überprüft werden. Für den Landkreis und die Stadt lägen derzeit acht Anträge für Stallbauten im Rahmen des einzelbetrieblichen Förderprogrammes vor.

Im Postkellersaal hatte BBV-Kreisobmann Josef Fütterer eingangs die Teilnehmer begrüßt, deren Zahl durch das FC Bayern-Spiel etwas dezimiert war. Er kritisierte, dass einige Discounter wohl der Ansicht seien, dass mit dem Wegfall der Milchquote zum 1. April der Ladenpreis für Milchprodukte gleich um mehrere Prozentpunkte gesenkt werden müsse. Zur Freihandelszone TTIP erklärte er, es gelte Standards zu schützen und sich nicht von den Amerikanern über den Tisch ziehen zu lassen.

Der Lebensmittelhandel führe seit Jahresbeginn vier Cent in einen Pool ab, der mittlerweile 255 Millionen Euro umfasse. Diese stünden Landwirten zur Verfügung, die in ihren Betrieben die Kriterien des Tierwohls erfüllen. Dabei gehe es unter anderem um das Kupieren der Schwänze bei Ferkeln und das Veröden der Hornanlagen bei den Kälbern.

70-Jähriges Bestehen

BBV-Geschäftsführer Hans Winter verwies auf die beratende Unterstützung der Geschäftsstelle in Rechts-, Steuer- und Sozialfragen. Am 7. Juni findet der Tag des offenen Hofes in Almesbach statt. Der vierte Bauernmarkt in Eschenbach folgt am 14. Juni. Zum 70-Jährigen des BBV in Weiden lädt die Geschäftsstelle zum Tag der offenen Tür.
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