Praktisch gewonnen

Den Kooperationsvertrag unterzeichneten OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug (vorne links) und Klaus Fischer vom Uniklinikum Regensburg (rechts daneben). Mit dabei (stehend von links): OTH-Professor Dr. med. Clemens Bulitta, Roswitha Happach (UKR), Sabine Märtin (OTH Professional) und Nikolaus Ferstl (UKR). Bild: Bühner

Der Studiengang Medizintechnik an der OTH in Weiden wird immer attraktiver. Eine Kooperation mit der Universitätsklinik Regensburg eröffnet Wissenschaftlern und Studenten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

(sbü) OTH Amberg-Weiden und die Uniklinik Regensburg (UKR) haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich der Medizintechnik geschlossen. "Der Vertrag ist ein weiterer Meilenstein für das duale Studium in Weiden", sagte Professor Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden bei der Vertragsunterzeichnung. Für das Regensburger Klinikum unterschrieb dessen kaufmännischer Direktor Klaus Fischer. Für ihn ergeben sich Vorteile aus der Zusammenarbeit in der praxisorientierten wissenschaftlichen Medizintechnik und bei der Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte.

Für 15 Millionen Euro würden derzeit die Operationssäle in der Universitätsklinik neu ausgestattet. Fischer: "Da brauchen wir kompetente Medizintechniker, die den Lieferanten Paroli bieten können." Vorbereitet hatten die Vereinbarung Professor Dr. Clemens Bulitta, Leiter des OTH-Instituts für Medizintechnik, Sabine Märtin, Leiterin von OTH-Professional, und Nikolaus Ferstl, Abteilungsleiter technische Zentrale UKR. Bulitta warb bei der Vertragsunterzeichnung dafür, "die technische Infrastruktur im Krankenhaus weniger als Kostenfaktor sondern als medizinische Strategie zu sehen". Dass sich Mediziner "aufgrund ihrer Kultur damit oft schwer tun", räumte Ferstl als Klinikvertreter ein. Märtin verwies darauf, dass bereits zwei Medizintechnik-Absolventen aus der OTH am Klinikum Nordoberpfalz arbeiten würden.

Alle Vertragspartner betonten die Vorteile der Praxisorientierung des OTH-Studiums gegenüber der "reinen wissenschaftliche Ausbildung an Universitäten". Studenten können dabei das theoretisch erworbene Hochschulwissen in der jeweiligen Unternehmenssituation anwenden. "So werden passgenaue Mitarbeiter entwickelt."

Im ersten Schritt der Zusammenarbeit schreibt die Universität Regensburg einen Studienplatz für ein duales Studium mit vertiefter Praxis ab dem Wintersemester 2016/17 aus. Dass dies bald mehr werden, sei aufgrund bevorstehender Altersabgänge zu erwarten. Im dualen Studium wechseln sich Studienphasen und Praxisphasen ab. Studenten erwerben theoretisches Wissen und können es sofort und direkt in die Praxis umsetzen. Zuletzt gab es in Weiden 245 "duale Studenten aus 80 verschiedenen Unternehmen", wie die OTH-Präsidentin erklärte. Im Wintersemester hätten allein in der Medizintechnik drei Neue begonnen.
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