Pro Perinatalzentrum

Gerade weil es den Zwillingen so gut geht und weil es ihm selbst so gut getan hat, als ihm die Hebamme von den erfolgreichen Fällen erzählt hat, während seine Lebensgefährtin den Kaiserschnitt bekam, will Wolfgang Brummet auch anderen Eltern Mut machen. Und deshalb erklärte sich letztlich auch seine Lebensgefährtin Martina Schniebel mit der NT-Reportage einverstanden.

Sie ist Kinderkrankenschwester auf der Intensiv- und Frühchenstation (momentan in Elternzeit) und wollte sich deshalb ursprünglich nicht öffentlich über das Perinatalzentrum äußern. Ihre Sorge: Die Leser könnten denken, sie lobe das Perinatalzentrum nur, weil sie selbst dort arbeitet. Doch das ist nicht der Fall, betont sie. Ihr Anliegen: "Die Ärzte und Schwestern auf dieser Station sind wirklich so gut, dass das Perinatalzentrum Weiden-Amberg unbedingt in dieser Form erhalten bleiben muss." Eine Herabstufung würde die künftige Behandlung der kleinsten Frühchen in Regensburg bedeuten. Das wäre für Mütter und Kinder unzumutbar, meint Wolfgang und fügt hinzu: "Da müsste man sich ja ein Zimmer in Regensburg nehmen, um täglich bei den Kindern zu sein."

Für Frauen aus Marktredwitz oder Selb wäre die Anfahrt noch viel umständlicher, gibt Martina zu bedenken. Sie ist überzeugt: "Wir haben dem Klinikum zwei gesunde Kinder zu verdanken. Deshalb habe ich zugestimmt und weil ich froh bin, dass es das Perinatalzentrum in Weiden gibt. Nicht, weil ich dort arbeite, sondern als Mutter." Denn - so fügt sie hinzu: " Ich kenne jetzt beide Seiten." (ps)
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