Pro und Contra

"Es ist toll, was da im erzkatholischen Irland passiert ist." Das sagt Pädagogin Tanja Koller, Leiterin des Schülercafés Scout und Initiatorin des Aufklärungsprojekts Plato, das bei Jugendlichen Verständnis für die Normalität von homo- oder bisexuellen Menschen wecken soll. Seit Jahren lebt sie mit einer Frau zusammen, hat aber nicht vor, zu heiraten. Das Irland-Votum für die Homo-Ehe ist für sie ein Ja zur Gleichstellung von Menschen. "Denn Homosexuelle werden immer noch zweitklassig behandelt." So gebe es bei einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft keine Steuergerechtigkeit, es fehle die Entscheidungsbefugnis im Krankheitsfall. "Wir nehmen Heterosexuellen mit der Homo-Ehe doch nichts weg. Die klassische Ehe bleibt bestehen, für alle, die das wollen. Aber ich will auch glücklich leben dürfen." (mte)
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